Block House macht Speisen für Allergiker transparent

Wenn die Branche Anfang März 2012 zur diesjährigen Internorga anreist, dann steht neben dem Messegeschehen einmal mehr Hamburg als Wiege vieler erfolgreicher gastronomischer Konzepte im Rampenlicht. Mit 14 Outlets in der Hansestadt ist Block House fraglos eines der bedeutendsten. Als Vorreiter zeigt sich die Steak-House-Kette bei der Kundenkommunikation in Sachen Allergene.

Vor zwei Jahren bereits legte die Block House Holding für ihre Gäste eine Broschüre mit glutenfreien und lactosefreien Speisen auf. Neben der Auflistung aller Gerichte, die für die Allergiker in Frage kommen, finden sich auch Menüvorschläge. „Wir wollten es unseren Kunden mit langen und unübersichtlichen Listen nicht komplizierter machen, sondern ihnen über Empfehlungen die Auswahl erleichtern“, erklärt der Initiator der Allergie-Broschüren, Stefan Grobbecker. In der Broschüre finden sich auch Menüvorschläge für Kinder mit den entsprechenden Hinweisen, zum Beispiel Bandnudeln mit Tomatensauce, ohne Grana Padano (bei Lactoseunverträglichkeit).

Mit der zusätzlichen kleinen Speisekarte reagierte das Unternehmen auf die steigende Zahl der Allergiker in Deutschland. „Wir haben auch in den Restaurants beobachtet, dass zunehmend nach Inhaltsstoffen gefragt wurde“, berichtet der Bereichsleiter. „Den Servicekräften fehlte natürlich oft das Wissen, um die Gäste entsprechend beraten zu können.“ Heute trägt jede Servicekraft die Broschüren bei sich, um sie bei Nachfrage an die Kunden aushändigen zu können. In Deutschland werde das Thema Lebensmittelallergien noch viel zu oft einfach abgetan, während Informationen zum Speisenangebot für Allergiker in guten Restaurants in den USA seit einiger Zeit zum Standard gehörten, meint Grobbecker.

Neben der Broschüre, die über die Hauptauslöser von Allergien, Gluten und Lactose, informiert, wurden weitere Formblätter mit deklarationspflichtigen Allergenen (wie z.B. Senfsaaten oder Sojaerzeugnisse) erstellt. Auch die können den Gästen auf Nachfrage überreicht werden. Das Feedback der Kunden fällt laut Grobbecker äußerst positiv aus. „Die Transparenz gibt Sicherheit und Vertrauen und das sind heutzutage in Gastronomie und Lebensmittelindustrie ganz wichtige Faktoren.“

Die Block House Holding betreibt unter der Marke Block House insgesamt 35 Restaurants in Deutschland. Sechs Steak-Häuser im europäischen Ausland werden von Franchisenehmern betrieben. 2010 erzielten die deutschen Restaurants gut 90 Mio. € Nettoerlöse. Innerhalb der Block-Gruppe mit rund 200 Mio. € Gesamtumsatz ist die Fullservice-Restaurantkette der größte und damit wirtschaftlich wichtigste Zweig.

www.block-house.de

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