Brandenburgische Südsee ’Tropical Island’ eröffnet

Am vierten Adventssonntag durfte nicht nur das 19. Kalenderkläppchen geöffnet werden, sondern auch das Tor zum Südseeparadies mitten im deutschen Spreewald. Rd. 66.000 qm unterm Kuppeldach, mehr als 1.000 exotische Pflanzen auf weißem Sand und eine Sonne, die abends per Knopfdruck von der Leinwand versinkt – das alles gibt es seit Sonntag zum Bestaunen & Erleben live vor Ort in Krausnick-Brand, 80 km südöstlich von Berlin.



Die Erwartungen an den tropischen Freizeitpark der Superlative sind hoch: 365 Tage im Jahr in Betrieb, soll er rd. 2,4 Mio. Besucher jährlich anlocken – das sind etwa 6.600 Gäste am Tag. Vier Stunden Südseegefühl kosten in der Woche 15 EUR, am Wochenende schnuppert sich Südseeluft am 300 m langen Sandstrand mit 20 EUR etwas teurer. Und wer den Sonnenaufgang in diesem künstlich geschaffenen Paradies erleben möchte, der übernachtet einfach im Zelt am Strand für 10 EUR pro Sonnenaufgang. Ein Food-Court mit länderspezifischen Optionen (von fernöstlich bis amerikanisch) soll zusätzlich die Kassen der Traumfabrikanten füllen. Sie rechnen mit einem F&B-Durchschnittbon von 5 EUR (tagsüber). Um den großen Hunger am Abend zu stillen, ist ein 3-Gänge-Menü geplant: je nach Showprogramm thematisch inszeniert zum Preis von 20 EUR.



Auf die Idee, in dem leerstehenden Cargolifter-Dome eine Tropenlandschaft zu kultivieren, kam der malysische Investor Colin Au 2002. Der 55-jährige Manager einer Kreuzfahrtlinie hat schon früher FreizeitparkKonzepte in Asien entwickelt. Verwirklichen konnte er das deutsche Projekt mit Hilfe des Lotterie- und Energiekonzerns Tanjong. Für 17,5 Mio. EUR erwarben sie die größte frei tragende Halle der Welt und füllten sie für weitere 70 Mio. EUR mit Wasser, Sand, Palmen, Liegestühlen und Foodservice-Optionen. Etwa 500 Angestellte (Köpfe) lassen das Freizeitparadies funktionieren. Zwar ist es über die A 13 (Berlin-Dresden) gut zu erreichen – Brand selbst ist für einen touristischen Massenansturm via Straße jedoch noch nicht gerüstet. Auch fehlt es im Umkreis an Übernachtungsmöglichkeiten – eine einleuchtende Erklärung dafür, warum die Betreiber bereits mit dem Bau eines Hotels liebäugeln.



www.my-tropical-islands.com

stats