Schulobstprogramm

Brüssel spendiert mehr Geld für Äpfel und Möhren

Deutschland erhält für das kommende Schuljahr rund 28 Millionen Euro für das Schulobstprogramm von der EU-Kommission. Das sind rund 50 Prozent mehr als im Vergleich zum Vorjahr. Bundesernährungsminister Christian Schmidt begrüßt die Aufstockung des Budgets und ruft die Länder auf, sich stärker am EU-Programm zu beteiligen. Das Schulobstprogramm sei eine Erfolgsgeschichte.
„Mit den Obst- und Gemüselieferungen werden Kinder regelmäßig mit wertvollen Vitaminen und Ballaststoffen versorgt und mit dem pädagogischen Begleitprogramm erfahren sie, was eine gesunde und ausgewogene Ernährung ausmacht“, sagte Schmidt. Zurzeit profitieren Kinder in neun Bundesländern von dem Schulobstprogramm. Zukünftig sollen es nach dem Willen des Ministers noch mehr werden.

Die Europäische Union hat das Schulobstprogramm im Jahr 2009 in den Mitgliedstaaten gestartet. Inzwischen heißt das Programm Schulobst- und –gemüseprogramm, um die Vielfalt des Angebots deutlich zu machen. Über das Programm bekommen Schüler, überwiegend an Grundschulen, aber auch Kinder in Kindertageseinrichtungen regelmäßig – je nach Land einmal bis zu dreimal wöchentlich – kostenlos eine Portion Obst und Gemüse.

Durch die pädagogischen Begleitmaßnahmen des Programms lernen sie beispielsweise mit dem IN FORM Ernährungsführerschein gesundes Genießen als Selbstverständlichkeit in ihrem Alltag und erwerben praktische Ernährungs- und Lebenskompetenz. Inzwischen sind bundesweit etwa 600.000 Kinder Besitzer des Ernährungsführerscheins.

Im laufenden Schuljahr kommen Schulkinder in Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen in den Genuss des Programms. Die EU hatte bereits für das Schuljahr 2014/15 die Kofinanzierung von 50 auf 75 Prozent erhöht, so dass es für die Länder noch attraktiver geworden war, sich zu beteiligen. Das nun erhöhte Budget verbessert die Rahmenbedingungen weiter.

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