Berlin Kreuzberg

Bürgerbegehren für veganes Essen in Schulen und Kantinen

In der Rathauskantine sowie in den öffentlichen Schulen soll es nach dem Willen der Schweizer Stiftung „Sentience Politics“ künftig täglich ein veganes Menü zur Wahl geben. Der Vegetarierbund Deutschland sowie die Albert Schweizer Stiftung für unsere Mitwelt haben sich dieser Forderung angeschlossen. Gemeinsam sammeln sie seit kurzen Unterschriften für ein Bürgerbegehren, berichtet die Berliner Morgenpost.

Bis Ende März 2017 müssen drei Prozent der Wahlberechtigten in Friedrichshain-Kreuzberg, also exakt 6012 Einwohner über 16 Jahren, unterschreiben, damit sich die Bezirksverordnetenversammlung mit dem Anliegen beschäftigt. Sofern sie es dann nicht umsetzt, würde es zum Bürgerentscheid kommen.

300.000 Euro Extrakosten für Bezirkshaushalt

Derweil erregen sich die Gemüter. Während die einen ein veganes Menü in öffentlichen Einrichtungen für zeitgemäß erachten, fürchten Kantinenbetreiber sowie das Bezirksamt Friedrichshain Kreuzberg steigende Kosten – besonders bei der Schulverpflegung. So könnte die vegane Schulportion um 1,25 Euro teuer sein im Vergleich zum herkömmlichen Mahl, rechnet das Bezirksamt vor. Wenn nur 15 Prozent aller Schüler täglich ein veganes Menü wählen würden, kämen auf den Bezirkshaushalt rund 300.000 Euro Extrakosten pro Schuljahr zu.

Initiatoren wollen mehr Vielfalt auf dem Teller

Die Initiatoren machen klar, dass es ihnen nicht nur um Tierschutz und Klimawandel gehe. Vielmehr wolle man die Auswahl an guten, schmackhaften Gerichten für den Gast erweitern. Zurzeit müssten immer noch viele Menschen, die sich rein pflanzlich ernähren wollten, mangels Alternativen mit Beilagen und Salat begnügen.

www.sentience-politics.org/de/



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