Berlin

Bürgerbegehren für veganes Kantinen- und Schulessen erfolgreich

Mit über 9.500 Unterschriften sind im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg die erforderlichen Stimmen für das „Veggie-Bürgerbegehren“ zusammengekommen. Darin fordert die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt gemeinsam mit Sentience Politics und dem Vegetarierbund Deutschland (VEBU) vom Bezirksamt in allen öffentlichen Einrichtungen zusätzlich ein veganes Gericht anzubieten.



Zum Fristende am Montag, den 27. März, werden Vertreter der drei Organisationen die Unterschriftenlisten dem Bezirksamt offiziell übergeben. Den Initiatoren geht es nicht um eine Verbannung von Schnitzel und Currywurst. Sie wollen das bestehende Angebot um ein veganes Gericht erweitern, sodass insgesamt die Essensauswahl vielfältiger wird. „Gründe für mehr pflanzliche Gerichte gibt es genug. Die müssen natürlich auch schmecken und gut präsentiert werden“, sagt Andreas Grabolle von der Albert Schweitzer Stiftung.

60 Schulen wären betroffen

Neben der Kreuzberger Rathauskantine geht es um fast 60 Schulen im Bezirk, die von Caterern beliefert werden. Die vorab vom Bezirksamt geschätzten Mehrkosten für veganes Essen halten die Initiatoren für nicht realistisch. Man habe dazu Caterer befragt. Bei vernünftiger Planung könne man in größeren Kantinen ohne Mehrkosten oder mit nur geringem Mehraufwand ein weiteres Gericht anbieten, so Grabolle.

Einvernehmlicher Weg mit Politik angestrebt

Jetzt ist die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) gefordert, sich des Themas anzunehmen. Die Initiatoren sind bereits im Gespräch mit einzelnen Vertretern der BVV. »Wir streben einen einvernehmlichen Weg mit der BVV an und sind da zuversichtlich«, sagt Stefan Torges von Sentience Politics. „So könne man sich Pilotprojekte zur Unterstützung der Caterer vorstellen. Sollte es zu keiner Einigung mit der BVV kommen, wäre als nächster Schritt ein Bürgerentscheid möglich.


https://albert-schweitzer-stiftung.de

stats