Bundesheer-Zentralküche erhitzt in Österreich die Gemüter

Schwere Geschütze werden in Österreich um die geplante Bundesheer-Zentralküche aufgefahren. Mit der Unterschriftenaktion "Gulaschkanone statt Müllküche" wollen die niederösterreichische FPÖ die geplante Streichung der einzelnen Truppenküchen verhinden. Für die Gewerkschaften steht sogar die nationale Sicherheit auf dem Spiel.
Die 95 Truppenküchen im Land würden mit fünf Zentralküchen praktisch auf Null gestellt, moniert der  Landtagsabgeordnete Christian Hafenecker. In Wien und Graz arbeiten die Zentralküchen bereits im Cook & Chill-System und Klagenfurt befinde sich im Probebetrieb. Während das Bundesherr die damit verbundenen Spareffekte ins Feld führt, bedroht nach Überzeugung von Manfred Haidinger, Vertreter der Gewerkschaft AUF das neue Versorgungskonzept die nationale Sicherheit der Alpenrepublik. Die in Plastik einzelverpackten Speisen seien durch das zentralisierte Kochen für EHEC und Co. anfällig und könnten auf einen Schlag die Landesverteidigung außer Gefecht setzen. Die Befürworter rechnen vor,  dass das neue Verpflegungssystem für rund 22.000 Tagesportionen mit 63 Mio. Euro zu Buche schlage, während das alte System 80 Mio. Euro Kosten verursache.

 


stats