Cafe Especial in Köln feiert 25jähriges Jubiläum

Die Umsatzentwicklung von anfangs 600.000 € über 1,5 Mio. € (1996) und 1,8 € (2006) auf heute 2,1 Mio. € belegt die Erfolgsgeschichte. „Bei einem Durchschnittsbon von 15,50 € bedeutet dies an die 350 tägliche Gäste“, so Unternehmer Robert van Leeuwen. Alles in allem sollen über 3,5 Mio. Besucher die schweren Holztüren passiert haben – nicht nur zur ‘Happy Hour‘.

Die am 11. August 1986 in Köln Deutz nahe der Koelnmesse eröffnete TexMex-Formel gilt als erstes Konzept, das diese Ethno-Thematik in Deutschland professionell anging: Pionierarbeit. Van Leeuwen, der einst beim Cafe Pacífico-Pionier Tom Estes in die Lehre ging und damals der Liebe wegen nach Köln kam, erinnert sich: „Es war unglaublich schwer, die Brauerei zu überzeugen, dass man auch mit einem solchen Konzept lokal gebrautes Bier verkaufen kann.“
Auch speisenseits musste eine Kartoffel-Komponente auf die Karte. „Guacamole, Nachos, Tacos und Gerichte mit Bohnen: Das war Exotik, die vielen suspekt erschien.“ Dennoch: Der Kompromisse gab es nur ganz wenige und bis heute ist sich das Cafe Especial höchst treu geblieben. Speisekarte sowie das stilechte Ambiente aus viel Holz, Kunstdrucken von Diego Rivera plus Salsa-Musik blieben während der zweieinhalb Dekaden weitgehend unverändert.

Einzig die Getränkeofferte hat sich erweitert: „Heute führen wir über 70 Sorten Tequilas und die größte Auswahl an 100% Agave Tequilas im Angebot.“ Statt ‘auf ex‘ zu trinken, ‘nippe‘ man heute eher an einem hochwertigen Agaven-Brand. Ohnehin seien die Ansprüche höher geworden. „Unsere Speisenqualität hat sich deutlich verbessert.“
Wie schon ‘damals‘ stellen 25-35-Jährige die Kernzielgruppe, aber auch viele jener, die 1986 zu den Fans gehörten, sieht man heute noch. Werbung und Marketing spielen keine große Rolle – einem großen Stammkundenanteil sei Dank.

Derzeit führt van Leeuwens Ma Bakers Restaurants GmbH neben dem Kölner Cafe Especial auch eines in Saarbrücken, darüber hinaus verantwortet ein Franchisenehmer die Taquería Especial im Süden der Domstadt. Und das Café Marie in Köln Deutz setzt auf französisches Flair. Ob er noch immer regelmäßig nach Mexiko reist? „Natürlich. Die Geschichte geht weiter.

Und das Konzept ist noch lange nicht am Ende“, sagt Robert van Leeuwen. Nicht, weil er in Feierlaune ist, sondern aus der Überzeugung heraus, dass die Mischung aus authentischem Ambiente, großer Bar, mexikanischen Speisen und Getränken plus – vor allem –mittelamerikanischer Lebensfreude noch lange erfolgreich sein wird. „Und weil wir weiterhin viel Spaß an der Sache haben, nicht loslassen und den Geist des Konzeptes lebendig halten.“

www.cafe-especial.com
 


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