Campusgastronomen melden 4,6 % Umsatzplus

Die Hochschulgastronomen arbeiten an der Kapazitätsgrenze. 2011 stieg der Umsatz in 854 Mensen und Cafeterien um 4,6 Prozent auf 388 Millionen Euro (ohne Zuschüsse) – mit großen Unterschieden bei den Frequenzen an einzelnen Standorten. Nummer 1 ist Berlin mit 21,9 Mio. € Nettoumsatz. Das komplette Ranking veröffentlicht die gv-praxis in der Oktoberausgabe.

Im Wintersemester 2011/12 waren an den deutschen Universitäten und Hochschulen so viele Studenten eingeschrieben wie nie zuvor: Mit knapp 2,2 Millionen Nachwuchs-akademikern waren es 6,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wovon nach der aktuellen 19. DSW-Sozialerhebung 85 Prozent die Mensa nutzen. Aktuell werden in rund 400 Mensen und 450 weiteren gastronomischen Einrichtungen wie Cafébars und Bistros jährlich mehr als 90 Millionen Essen ausgegeben.

Die deutschen Hochschulstandorte zeigen dabei ein sehr differenziertes Bild – bei der Entwicklung der Studierendenzahlen wie bei den Umsätzen in den Mensen und Cafeterien. Die Bandbreite der Gastronomie reicht von 2,8 Prozent minus in Freiberg bis zum Plus von 16 Prozent in Ulm. 


Der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW) Achim Meyer auf der Heyde appellierte auf der Mensaleitertagung in Bochum: „Neben dem Ausbau der Studienkapazitäten muss dringend in die Mensen investiert werden.“ Er spricht von einem Investitionsbedarf von 200 Millionen Euro. Laut Meyer auf der Heyde fangen dieses Jahr bundesweit eine halbe Million Erstsemester an, bis 2019 wird es pro Jahr ge schätzte 450.000 neue Studierende geben, danach rund 400.000.


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