Biond

Caterer erhält Bundespreis gegen Lebensmittelverschwendung

Bundesernährungsminister Christian Schmidt hat Mitte April erstmals den Bundespreis für Engagement gegen Lebensmittelverschwendung verliehen. In der Kategorie „Gastronomie“ gewann der Kasseler Bio-Schulverpfleger Biond. Insgesamt hatten sich mehr als 200 Unternehmen für den Preis beworben, der in insgesamt vier Kategorien verliehen wurde. Prämiert wurden die besten Ideen gegen Lebensmittelverschwendung.
Der Schulcaterer Biond habe die Jury insbesondere dadurch beeindruckt, dass das Unternehmen „nicht nur selbst vorbildlich nachhaltig wirtschaftet, sondern damit auch noch einen hohen Bildungsauftrag verknüpft. Denn bei ihm lernen schon die Kleinsten, wie man lecker, gesund und ohne Reste essen kann“, würdigte Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Dehoga, Biond in ihrer Laudatio. Bundesernährungsminister Christian Schmidt übergab den Bundespreis an Biond-Geschäftsführerin Jana Heise.

Abfallvermeidung fest verankert

Der bundesweit tätige Bio-Caterer hat die Vermeidung von Lebensmittelabfällen fest im Konzept verankert. Das Unternehmen verarbeitet ausschließlich Bio-Lebensmittel, ein hoher Anteil stammt von Erzeugern aus der Region. Die Abfallvermeidung beginnt in der Großküche: Nur 3 Prozent der Rohlebensmittel werden bei Biond weggeworfen. Aus Gemüseabschnitten bereitet das Küchenteam Fonds zu, anstatt sie zu entsorgen.

Buffetstationen vermeiden Speisenreste

In den Schulrestaurants sorgt ein spezielles Angebotssystem für sparsamen Umgang mit den Lebensmitteln. So haben die Schüler freie Auswahl an bis zu sieben Buffetstationen. Sie können täglich wählen, was ihnen am besten gefällt. Dadurch landen nur gewünschte Speisen auf den Tellern, und diese werden auch verzehrt. „Für uns spielt auch Ernährungsbildung eine ganz wichtige Rolle“ erklärt biond-Geschäftsführerin Jana Heise. Mit Probieraktionen und Workshops beispielsweise würden die Kinder und Jugendlichen die geschmackliche Vielfalt der Lebensmittel kennenlernen.

Der Preis ging zudem an die Unternehmen Ugly Fruits in Berlin (Kategorie Produktion), Foodsharing in Köln (Kategorie Gesellschaft & Bildung) und Im Angebot e.K. & Salt Solutions GmbH in Leipzig (Kategorie Handel). Zudem erhielt die Initiative „Nimm mich zuerst“ in Köln den Förderpreis.

Jury unter Vorsitz von Klaus Töpfer

Über die Vergabe entschied eine hochrangige Jury unter Vorsitz des ehemaligen Bundesumweltminister Prof. Dr. Dr. Klaus Töpfer, der unter anderem der Sterne- und Fernsehkoch Christian Rach sowie die Hauptgeschäftsführerin des Dehoga, Ingrid Hartges, angehörten.

Knapp 11 Millionen Tonnen Lebensmittel landen jährlich in Deutschland auf dem Müll anstatt verzehrt zu werden. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft versucht mit Kampagnen etwas gegen die Lebensmittelverschwendung zu machen. In diesem Rahmen stiftete sie erstmals einen „Bundespreis für Engagement gegen Lebensmittelverschwendung“.

www.zugutfuerdietonne.de/bundespreis
www.biond.de




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