Chemnitz stellt Schulverpflegung auf den Prüfstand

Die Stadt Chemnitz stellt die Mittagsverpflegung in ihren 40 Grundschulen auf den Prüfstand. Unter dem Motto "Macht alle mit - unser Schulessen fit!" sollen rund 6.000 Grundschüler zum Mittagessen an ihrer Schule befragt werden. 

Derzeit werden die Chemnitzer Schulen von gut zehn verschiedenen Caterern versorgt, berichtet der Online-Nachrichtendienst freiepresse.de. Sodexo - bundesweit der größte Schulcaterer - liefert vom Standort Hartmannsdorf täglich etwa 2.700 Portionen an Schulen und Kindertagesstätten in die sächsische Stadt und Umgebung. 

Die Qualität des Schulessens war vor einem halben Jahr das bestimmende Thema auf einer Kinderkonferenz, zu dee Dritt- und Viertklässler in das Chemnitzer Rathaus eingeladen waren. Karin Genkel, Kinderbeauftragte von Chemnitz, hat die Klagen der Grundschüler zum Anlass genommen, die Lieferanten der Schulessen zu einem ersten Arbeitstreffen in der Krankenkasse AOK Plus zu laden.

Jetzt wird auf Vorschlag von André Müller, Vater dreier Kinder zwischen sechs und zehn Jahren und Leiter der Mensa Reichenhainer Straße der TU Chemnitz, über Mindestanforderungen an die Catering-Unternehmen nachgedacht. Als eine mögliche Voraussetzung wird die Zertifizierung für Schulverpflegung durch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Erwägung gezogen. Zur Umsetzung des Vorhabens gilt es laut Sozialbürgermeister Philipp Rochold nun, davon eine Mehrheit im Stadtrat zu überzeugen.
 
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