Chemnitz streicht Kita-Essenszuschüsse

Die Stadt Chemnitz hat die Essenszuschüsse für die Kindertagesstätten gestrichen. Eltern müssen für ihren Nachwuchs nun pro Tag 80 Cent mehr bezahlen. Die klamme Stadt spart damit monatlich gut 55.000 Euro.

Die kommunalen Einrichtungen werden von 37 freien Trägern betrieben, die die Verpflegung in eigener Verantwortung regeln. Insgesamt werden täglich etwa 3.450 Mittagessen ausgegeben. Das entspricht einem Anteil von gut 38 Prozent der insgesamt rund 9.000 betreuten Kinder. Die Versorgung erfolgt über insgesamt zehn verschiedene Anbieter, nachdem sich die Stadt als Betreiber kommunaler Kita-Küchen zurückgezogen und die Versorgung inklusive aller Serviceleistungen an Caterer übergeben hat.

Die Produktionsverfahren bei der Zubereitung sind für die einzelnen Kindertagesstätten ebenfalls höchst unterschiedlich. Zum Teil wird das Mittagessen frisch vor Ort gekocht, zum Teil als Tiefkühl- oder Cook & Chill-Komponenten oder komplett warm angeliefert. Nach dem Wegfall der städtischen Subventionen beträgt der Verpflegungskostensatz für Frühstück, Mittagessen und Vesper pro Kind im Durchschnitt 3,58 Euro täglich.
  
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