Bayern

DIG-Mitglieder bevorzugen Strohschwein

Bayern verfolgt eine eigene Premiumstrategie für hochwertige Lebensmittel. Erstes Projekt: Strohschweine für Bayerns Betriebsgastronomen, gefördert vom Deutschen Institut für Gemeinschaftsgastronomie (DIG).

Die Unterstützer sind die Verantwortlichen der im DIG vereinten Gastrobetriebe von Allianz, Audi, Bayern-Bankett (BayernLB), Linde, MAN, Münchener Rück, Studentenwerk Erlangen/Nürnberg und Versicherungskammer Bayern, alles Großküchen mit insgesamt mehreren Tausend Essen pro Tag. Sie wollen ihren Gästen künftig Schweinefleisch aus besonders tiergerechter Haltung anbieten – unter anderem mit mehr Liegeplatz und Stroheinstreu auf dem Boden. Die Liefervereinbarungen mit verbindlichen Abnahmemengen und Preisen sind laut Ernährungsminister Helmut Brunner bereits geschlossen, in den nächsten Tagen sollen die ersten Ferkel eingestallt werden. Ab Juni steht dann „Stroh-Schwein“ auf dem Speiseplan von Allianz, Audi und Co.

In einer stärkeren Ausrichtung auf Premiumprodukte und Spezialitäten sieht der Minister wertvolle Chancen für die bayerische Land- und Ernäh-rungswirtschaft. „Wir brauchen neben unserem breiten Qualitätsangebot auch das Premiumsegment, um die Wertschöpfung für unsere Erzeuger und Verarbeitungsbetriebe zu steigern“, sagte Brunner. Die Zukunft des Agrarstandorts Bayern liege nicht vorrangig in der Produktion austauschbarer Grundprodukte. Deshalb will der Minister spezielle Wertschöpfungsketten für hochwertige Produkte wie Stroh-Schwein, Rohmilchkäsesorten oder Fleisch aus Bergregionen voranbringen.
www.dig-home.de


Foto StMELF

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