München

Dallmayr löst Käfer in der Staatsoper ab

Nach 53 Jahren steht in der Münchner Staatsoper erstmals ein Caterer-Wechsel an: Zum Saisonstart am 18. September werden Rheingold-Bar und Erfrischungsraum nicht mehr vom Feinkostunternehmen Käfer sondern von Dallmayr bewirtschaftet. Im zweiten Anlauf (1. Versuch 2009) hat das Delikatessenhaus die Ausschreibung der Staatsoper gewonnen.

Die Besucher der Bayerischen Staatsoper werden zukünftig vom Münchner Delikatessenhaus Dallmayr bewirtet. Das Familienunternehmen wird ab 18. September 2016 – mit La Traviata zum Saisonstart – die Gäste des renommierten Opernhauses vor den Vorstellungen und während der Pausen verköstigen. Die Verpachtung umfasst die Räumlichkeiten im Foyer und den Rängen, einschließlich Rheingold-Bar im Eingangsbereich und Erfrischungsraum im Erdgeschoss. Pro Jahr zählt die Bayerische Staatsoper rund 600.000 Gäste bei knapp 450 Veranstaltungen. „Wir freuen uns sehr, dass wir schon bald die Gäste der Bayerischen Staatsoper und des Bayerischen Staatsballetts mit unserem kulinarischen Programm verwöhnen dürfen“, kommentierte Florian Randlkofer, Geschäftsführender Gesellschafter der Alois Dallmayr KG.

Dallmayr als unmittelbarer Nachbar des Münchner Nationaltheaters, Spielstätte von Staatsoper, Staatsballett und Staatsorchester, löst nach 53 Jahren Konkurrent Käfer ab. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung drückte Michael Käfer sein Bedauern über die verlorene Ausschreibung aus: „Es ist eine der größten beruflichen Niederlagen, die ich je hatte.“

Etwa alle fünf bis sieben Jahre wird die Bewirtung der Staatsoper neu ausgeschrieben, das nächste Mal im Jahr 2021. „Als staatliche Einrichtung sind wir zur Ausschreibung der Gastronomie verpflichtet. Dabei konnte Dallmayr am meisten überzeugen. Wir freuen uns, dass die Bewirtung unserer Gäste wie eh und je höchsten Ansprüchen gerecht werden wird“, erklärte Dr. Roland Schwab, Geschäftsführender Direktor der Bayerischen Staatsoper.

Das neue Bewirtungskonzept von Dallmayr sieht neben den Klassikern auch saisonal wechselnde Speisen vor. Das kulinarische Speisen- und Getränkeangebot werde in den nächsten Wochen gemeinsam mit der Staatsoper und im Dialog mit den Gästen des Hauses, insbesondere auch den Abonnenten, finalisiert. Dallmayr bietet allen Mitarbeitern der Theatergastronomie an, ihre Arbeit auch ab September fortzusetzen.

Das Münchner Traditionsunternehmen Dallmayr, blickt auf eine über dreihundertjährige Geschichte zurück: Ein Handelsladen gilt als Vorläufer des heutigen Unternehmens in Familienbesitz. Das Geschäft gliedert sich in die Bereiche Kaffee und Tee, Delikatessen und Gastronomie, Party und Catering und Automatenservice. Das Unternehmen erzielt rund 900 Mio. € Umsatz und beschäftigt etwa 3.500 Mitarbeiter in 16 Ländern. Die Leitung liegt bei den beiden persönlich haftenden Gesellschaftern Wolfgang Wille und Florian Randlkofer.

www.dallmayr.de
www.staatsoper.de


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