Deutsche Hotelgesellschaften zeigen wenig Lust auf Expansion

Nach Jahren der wirtschaftlichen Konsolidierung erwartet die Konzernhotellerie in Deutschland für das laufende Jahr 2005 sowie das WM-Jahr 2006 einen spürbaren Aufschwung.



Die Chancen dafür stünden gut, sagt der Geschäftsführer der Münchner Treugast, Stephan Gerhard, und verweist auf die signifikanten Zuwachsraten in der Tagungshotellerie im laufenden Jahr. Gleiches gelte für den internationalen Geschäftsreiseverkehr sowie den internationalen Städtetourismus, die – von Berlin bis München – spürbar angezogen haben. Geht die Konzernhotellerie demzufolge von einem insgesamt ordentlichen Jahr 2005 aus, schüttet Gerhard dennoch einen Wermutstropfen ins Glas der Optimisten. „Die Zimmerraten werden in keinem Fall in einer Größenordnung ansteigen, die die Rückgänge in den vergangenen Jahren kompensieren könnte.“ Ein Grund hierfür sei der nach wie vor vorhandene Sparzwang vieler Unternehmen.



Hohe Erwartungen knüpft die Branche an das Jahr 2006. Auch der Münchner Unternehmensberater ist der Meinung, dass die deutsche Hotellerie vor einem „definitiv guten Jahr steht“, wenn nicht Terroranschläge, Kriege oder andere, nicht vorhersehbare Einflussfaktoren die Touristen verunsichern beziehungsweise von einem Besuch Deutschlands abhalten.

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