Deutsches Studententenwerk tritt Bündnis gegen Lebensmittelverschwendung bei

Ab sofort ist auch das Deutsche Studentenwerk (DSW), der Verband der 58 Studentenwerke in Deutschland, ein neuer Partner in dem Bündnis gegen Lebensmittelverschwendung "Zu gut für die Tonne!" des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV).

Im Rahmen einer bundesweiten Informationskampagne sollen die 2,5 Millionen Studierenden in Deutschland über die Mensen und Wohnheime der Studentenwerke für einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln in ihren privaten Haushalten sensibilisiert werden.
 
Bei der gemeinsamen Auftaktveranstaltung am Dienstag in Berlin sagte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner: „Ich freue mich, dass sich die Studentenwerke unserer Initiative angeschlossen haben. Hier werden nicht nur ganz viele junge Menschen erreicht. Die Studentinnen und Studenten sind Vorbilder unserer Gesellschaft. Sie geben dem Bündnis gegen Lebensmittelverschwendung einen neuen Schub“.
DSW-Präsident Prof. Dieter Timmermann  betonte die Expertise der Studentenwerke, die an Deutschlands Hochschulen 825 gastronomische Einrichtungen betreiben, darunter mehr als 400 Mensen: „Die Studentenwerke machen vor, wie man in der Gemeinschaftsverpflegung durch chargenorientierte, bedarfsgerechte Produktion Lebensmittelabfälle erst gar nicht entstehen lässt.“
 
Beispielhaft etwa die Mensa Nord des Studentenwerks Berlin, in der durch optimale Planung und Logistik in der Großküche Lebensmittelabfälle auf ein absolutes Minimum beschränkt werden. „Mit unseren modernen Produktionsverfahren und Ausgabesystemen können die Studierende sich die Mahlzeiten individuell zusammenzustellen. Auf diese Weise bleiben kaum Reste auf dem Teller liegen“, ergänzt Mensaleiter Hans Oberländer.

Darüber hinaus wurde vor Jahren im Studentenwerk Berlin das Zentrallager abgeschafft und auf Direktlieferung umgestellt. So kommt es nicht zu Verderb aufgrund von Überlagerung. Ein Großteil der Speisen wird „Just in time“ produziert. Je nach Abverkauf wird über die Hauptessenzeit am Mittag nachproduziert. Gegarte Speisen, die den Küchenbereich nicht verlassen haben, werden am nächsten Tag weiterverarbeitet. Mit einem Team von 45 Beschäftigten produziert die Berliner Mensa durchschnittlich 3.500 Essen am Tag.
  
Ein gutes Jahr nach dem Start der Initiative gegen Lebensmittelverschwendung haben sich Partner aus fast allen Gesellschaftsbereichen und der Wirtschaft dem Bündnis gegen Lebensmittelverschwendung des Bundesverbraucherministeriums angeschlossen, darunter auch Städte und Kommunen, Schulen, Krankenhäuser, Tafeln, der Verein Slowfood, der Einzelhandel, die Gastronomie und die Kirchen. Angetrieben wurde die Initiative nicht zuletzt durch die EU-Kommission, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Lebensmittelabfälle bis zum Jahr 2020 zu halbieren. 

www.bmelf.de/zugutfuerdietonne
 
 


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