Sticks'n'Sushi

Deutschland-Auftakt in Berlin

Mit einem offiziellen Opening-Event feierte Sticks'n'Sushi letzten Samstag Abend den Deutschland-Auftakt der dänischen Kultmarke in Berlin. Eine ganze Menge Leute aus der Berliner Gastro-Szene waren der Einladung der beiden Gründer, Kim Rahbek und Thor Andersen, gefolgt. Kein Problem – der Standort an der Potsdamer Straße bietet schließlich geräumige 480 qm Fläche.

170 Sitzplätze stehen auf zwei Etagen zur Verfügung, die eine ausladend geschwungene Wendeltreppe verbindet. Eine kühn-scharfkantige Bar neben den bodentiefen Fenstern gibt den Blick auf die Potsdamer Straße frei. Entworfen wurde der smarte Look für den imposanten Raum vom Architekturbüro Diener & Diener, das schon zahlreiche Sticks'n'Sushi-Restaurants gestaltet hat.

Ihr erstes Sticks'n'Sushi eröffneten die Dänen 1994 in Kopenhagen. Im Großraum der dänischen Hauptstadt gibt es mittlerweile zwölf Filialen. 2012 haben sie mit ihrem Konzept den Sprung nach London gewagt. Mit Erfolg: In England gibt es mittlerweile fünf Standorte. Ein sechster soll im Mai eröffnen. Fast 1.000 Beschäftigte zählt die Firma inzwischen.

Kulinarisch schlägt Sticks'n'Sushi die Brücke zwischen japanischer Hochküche und typischem Streetfood (gegrillte Yakitori-Spieße). Auch die nordische Heimat der Kette ist Teil des Konzepts. Wenn etwa Dill und geräucherter Käse mit knuspriger Hühnchenhaut in die Reisrolle gewickelt werden, dann erweitert man die klassisch japanischen Gerichte um ein typisch dänisches Geschmacksbild. Die Karte in Berlin ist im Prinzip die gleiche wie in Kopenhagen und London – für das Hauptstadt-Publikum allerdings wurde die Auswahl an vegetarischen und veganen Offerten erweitert.

In der Küche – wie gewohnt zum Gastraum offen - führt Song Lee Regie. In Berlin ist der gebürtige Südkoreaner kein Unbekannter. Zuletzt kochte er im Dae Mon, wo er auf originelle Weise Klassiker der koreanischen Küche mit Fine-Dining-Elementen zusammenbrachte. Zuvor war er Chefkoch im Vox im Grand Hyatt, wo er unter anderem für Sushi zuständig war.

Seit 30. Januar ist das Sticks'n'Sushi täglich ab 10 Uhr geöffnet. Zunächst als Café, Küche gibt’s durchgehend ab 12 Uhr. Auch Take-Away und Merchandising gehören hier wie allerorten zum Konzept.

Die Adresse an der Potsdamer Straße ist übrigens reich an Geschichte. Zuvor war das Gebäude lange Jahre Verlagssitz des Tagesspiegels, der 2009 an den Askanischen Platz umzog. Seither wurde das Gebäude immer wieder temporär genutzt, meist für kulturelle Projekte. Das Quartier rund um die 'Potse' gilt als vielversprechend. Getan hat sich schon einiges. Erst kamen die Galerien, dann Boutiquen wie AM von Andreas Murkudis, schließlich Restaurants wie das Panama und die Tiger Bar von Ludwig Cramer-Klett oder die Brasserie Lumières. Auch das Team des Grill Royal, die in Berlin mittlerweile fünf Restaurants betreiben, wird demnächst um die Ecke einen neuen Laden eröffnen, diesmal mit thailändischer Küche.

Beste Gesellschaft also für Sticks'n'Sushi. Keinesfalls auszuschließen ist, dass dem Erstling in der Potsdamer Straße weitere Standorte in Berlin oder auch anderswo in Deutschland folgen. Doch erstmal heißt es schauen, wie sich die Dinge anlassen in Berlin.

www.sticksnsushi.berlin

Felix Denk





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