Deutschland-Besuch von Subway-Gründer Fred DeLuca

Zwei Stunden Erzählungen und harte Fakten, Fragen und Antworten im Kölner Subway-Restaurant am Hohenzollernring 67 – 69. Leger der Auftritt der Legende im Fast Food-Business, locker die Atmosphäre zwischen Fred DeLuca und rund 20 Journalisten. Der Endfünfziger und sein Deutschland-Manager Marco Wild in Sachen nationaler und internationaler Entwicklung, hier das Wichtigste:
  • 2006 will Subway im deutschen Markt 95 Mio. € Nettoerlöse erzielen und Ende Dezember rund 500 Stores platziert haben (2005: 73 Mio. € Umsatz/295 Stores am 31.12.).
  • Die aktuelle Herausforderung im deutschen Markt: optimierte Warenlogistik sowie nationale Werbung.
  • Einmal mehr wird das Ziel für 2010 wiederholt, nämlich eine größere Anzahl Restaurants als McDonald's – will heißen, etwa 1.500 Units zwischen Nordsee und Alpen. Fred DeLuca nennt gute Standorte als limitierenden Faktor. Ab ein Restaurant pro 200.000 Einwohner gilt ein Markt als entwickelt. Ab ein Restaurant pro 100.000 Einwohner werde es richtig spannend.
  • Aktuelle Subway-Netzdichte in ausgewählten Ländern: Nordamerika: 1 Unit pro15.000 People Island: 1 Unit pro 20.000 People Australien und Neuseeland: 1 Unit pro 22.000 People Großbritannien: 1 Unit pro 98.000 People Deutschland: 1 Unit pro 267.000 People
  • Weltweit zählt die Marke aktuell 25.300 Restaurants in 83 Ländern. Der Jahresumsatz liegt in einer Größenordnung von 9 Mrd. $. Im Schnitt verkauft ein Store wöchentlich 1.500 Sandwiches. Das impliziert 240 Stunden Arbeitszeit.
  • 'Misserfolgsrate' von Franchisenehmern: DeLuca nennt in etablierten Märkten wie USA 1 % Storewechsel pro Jahr. In ganz neuen Märkten könne diese Kennziffer im schlimmsten Fall 7 bis 8 % erreichen. Für Deutschland nennt Marco Wild vier Partnerwechsel im letzten Jahr.
  • Europaweit zählt Subway bereits über 1.000 Stores in mehr als 20 Ländern, es führt Großbritannien vor Deutschland. Die Entwicklung in UK wird 'spektakulär gut' bezeichnet, dies gilt einerseits für die Expansion, andererseits für die Profitabilität.
  • Größte Herausforderung für Subway: Eintritt in neue Ländermärkte. Es koste extrem viel Zeit und auch wirtschaftliche Kraft, die organisatorischen Strukturen, sprich das Fundament für eine gute Entwicklung, zu schaffen. Aktuell hat DeLuca keine Pläne für weitere neue Ländermärkte, vielmehr lautet das Ziel Netzverdichtung in bestehenden Volkswirtschaften. Sehr, sehr langfristig geschaut, nennt er 100.000 Outlets für eine global agierende Foodservice-Marke wie Subway als durchaus realistisches Ziel.
Was viele nicht wissen: Das US-Unternehmen Subway ist keine Aktiengesellschaft, sondern nach wie vor eine private Company im mehrheitlichen Besitz von Fred DeLuca. Er führt die Organisation bis heute aktiv, sein 32-jähriger Sohn ist im Computerbusiness und hat keine Ambitionen, in die Fußstapfen des Vaters zu treten. www.subway.com


stats