FOC

Deutschland hat noch großes Potenzial / Ranking

Trotz der Attraktivität Deutschlands als wichtigstem Einzelhandelsmarkt Europas ist die Dichte an Factory Outlet Centern (FOC) im europäischen Vergleich bislang eher gering. Mit aktuell elf FOC und einer Flächenausstattung von etwa 1,8 qm pro 1.000 Einwohner zeigt der Markt hierzulande einen deutlichen Nachholbedarf. Zum Vergleich: Als gesättigt geltende Märkte wie Großbritannien mit 8,7 qm je 1.000 Einwohner, Italien mit 7,7 qm oder die Schweiz mit einem europäischen Spitzenwert von 9,6 qm. In Nordamerika liegt der Wert bei ungefähr 20 qm je 1.000 Einwohner.

„Nach einem sehr zögerlichen Beginn hat allerdings auch in Deutschland die Entwicklung von FOC in der jüngeren Vergangenheit Fahrt aufgenommen“, sagt Jan Linsin, Head of Research bei CBRE Deutschland. „Neben einigen weit fortgeschrittenen Entwicklungen ist auch die Projektpipeline zur Ansiedlung von FOC nach wie vor gut gefüllt.“

Foodservice hat in Factory Outlet Centern und ihrer Umgebung hohen Stellenwert, weil ein Großteil der Kunden weiter anreist und länger verweilt als im klassischen Shopping Center. Sehr positive Standorterfahrung macht unter anderem La Place in Zweibrücken, wo die niederländische Marktrestaurant-Marke 2013 Deutschland-Premiere feierte.





Aktuell befinden sich mit dem Fashion Outlet Montabaur und dem Fashion Outlet Leipzig zwei FOC in Deutschland im Bau. Die Eröffnung des durch den niederländischen Projektentwickler Stable International betriebenen Centers in Montabaur mit einer Mietfläche von 13.900 qm und 76 Shops ist für den Herbst des Jahres 2015 vorgesehen. Weit fortgeschritten sind außerdem die Arbeiten für das Fashion Outlet Leipzig in Brehna in Sachsen-Anhalt. Am Standort des ehemaligen PEP – Prima Einkaufs Park soll bis Frühjahr 2016 ein Center mit einer Gesamtfläche von 19.000 qm entstehen. 

„Bei der Suche nach attraktiven Standorten liegt derzeit insbesondere Nordrhein-Westfalen aufgrund seiner hohen Bevölkerungspotenziale an Rhein und Ruhr im Fokus verschiedener Betreiber und Entwickler, was sich unter anderem an dem dortigen Engagement mehrerer namhafter Betreiber zeigt“, erklärt Linsin.

Allerdings werden nach wie vor auch Standorte jenseits der Grenze entwickelt, die auf den deutschen Markt zielen. Die nach wie vor gut gefüllte Projektpipeline belege gleichzeitig die Attraktivität Deutschlands.

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