L’Osteria

Development-Lizenz für England vergeben

Pru Naik und Maria Klara Heinritzi werden in einer Joint Venture-Gesellschaft die deutsche Italo-Marke L’Osteria in England platzieren.
So sieht es ein Ende November geschlossener Development-Vertrag für die nächsten 12 Jahre und 30 Restaurants vor.
Gestartet wird voraussichtlich 2016 in Bristol und Birmingham, und danach dann will man sich der Mega-City London nähern. Für die beiden L’Osteria-Unternehmer Klaus Rader und Friedemann Findeis ist es der dritte Ländermarkt außerhalb der Heimat, den man nach Österreich und der Schweiz an Partner vergeben hat. Verhandlungen für Schweden und Holland sind im Gange.

England, das heißt Großbritannien ohne Schottland. Das Potenzial für die Pizza-Fullservice-Marke dürfte auf der Insel riesig sein – wohlgemerkt, auch die Wettbewerbsintensität ist hoch. Nicht zuletzt zählt die Nummer 1 in diesem Teilmarkt,
Pizza Express, über 400 Standorte in UK.

Die beiden Joint Venture-Partner bringen hohe Kompetenz ein.

Pru Naik, mit Sitz in UK, war bis 2013 mit zuletzt 13 Units der größte Franchisenehmer von McDonald’s in Großbritannien. Dann hat er verkauft. Er besitzt allerbestes Standort- und operatives Know how.

Maria Klara Heinritzi ist bereits in Österreich Lizenzpartnerin. Sie eröffnete 2011 in Linz ihre erste L’Osteria, aktuell zählt ihr Unternehmen acht L’Osteria-Betriebe, davon drei in Wien.
Was sie also einbringt, ist bereits eine ziemliche Menge System-Know how – jetzt der Transfer dieser Erfahrungen von einem deutschsprachigen in ein angelsächsisches Land.

Klaus Rader: „Wir sind ganz glücklich mit dieser Lösung, der Start im englischen Markt bringt für die Marke ein plakatives Stück Internationalität. Dass es nicht in London losgeht, hängt ganz einfach damit zusammen: Wir haben nicht den richtigen Standort zu fassen bekommen. Von so Städten wie Bristol und Birmingham, jeweils über 500.000 Einwohner, versprechen wir uns ein gutes Fundament für die nächsten Jahre. Und wenn wir dann in der Immobilienwelt bekannt sind, dann kommen ganz sicher auch für die britische Hauptstadt die richtigen Offerten.

Übrigens, der Vertrag mit Naik und Heinritzi sieht vor, dass die Development-Gesellschaft alle Restaurants in Eigenregie betreibt und kein Sub-Franchising praktiziert.“

Erst Mitte November eröffnete in der Schweiz mit Migros als Partner ein erster L’Osteria-Betrieb. In dem kleinen Städtchen Biel ging’s so richtig fulminant los. Der Umsatz der ersten Woche lag mit 110.000 sfr. netto weit über Budget.

Rader und Findeis wollen in Zukunft jährlich maximal zwei neue Ländermärkte erschließen, „damit wir unsere Partner so betreuen können, wie es sein soll“. Der Expansionsplan sei nicht zementiert, „wir lassen die Dinge auf uns zukommen“. Das gelte insbesondere für mögliche Staaten in und außerhalb Europas.

2015 knackt L‘Osteria beim Umsatz im deutschen und österreichischen Markt die
100 Mio.-€-Marke netto. „Wir hatten uns 15 Neueröffnungen vorgenommen – 17 werden es voraussichtlich.“

www.losteria.de



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