Kolumne

Digitale Sprachassistenten im Alltag

„Alexa, was steht für heute in meinem Kalender?“
„Heute um 18 Uhr kommt Bello vom Tierarzt.“
„Alexa, setze Tennisbälle und Hundekuchen auf meine Einkaufsliste.“
So ähnlich läuft die Unterhaltung derzeit in einem Werbespot von Amazon ab. Die hilfsbereite ‘Alexa‘ ist allerdings keine Sekretärin, sondern ein digitaler Sprachassistent, der den Alltag seiner Nutzer erleichtern soll und auf viele verschiedene Befehle reagiert und sie ausführen kann.

Diese intelligenten digitalen Helfer sind zurzeit rasant auf dem Vormarsch. Als Apple 2011 den ersten Sprachassistenten Siri für seine iPhones vorstellte, wurde die neue Technik aufgrund ihres noch sehr beschränkten Umfangs belächelt. Fünf Jahre und diverse Updates später ist Siri für viele Nutzer zu einer echten Erleichterung im täglichen Leben geworden und macht viele Apps auf dem Smartphone komplett überflüssig.

Und Siri ist längst nicht mehr alleine. Datengigant Google brachte 2012 Google now auf den Markt und Microsoft integriert seit 2014 die künstliche Intelligenz Cortana in alle Windows-Geräte. Auch die neusten Kamera-Modelle von Go-Pro lassen sich mittlerweile komplett durch Sprachbefehle steuern. Selbst im Auto ist die Steuerung von Navi und nahezu sämtlichen Menüfunktionen mittlerweile per Sprachassistent möglich.

Dabei haben alle Systeme eines gemeinsam: Sie lernen mit der Zeit und passen sich an ihre Nutzer an.
All das wird jedoch durch Amazon in den Schatten gestellt. Amazon Echo und Amazon Echo Dot sind Geräte für den Heim- und Officebereich, die über den Netzwerk-Dienst Alexa per Sprachbefehl beliebige Aktionen umsetzen können. So kann Alexa nicht nur Fragen beantworten und einfache Befehle ausführen, sondern auch mittels Smarthome-Verknüpfungen im Haushalt helfen und – in Verbindung mit einem Amazon-Konto – Bestellungen auslösen und zu Produktkäufen beraten.

Von Licht und Rollädensteuerung, Musik, Temperatureinstellungen und Türöffnen ist mittlerweile im Haushalt alles möglich. Die Sprachassistenten werden perspektivisch die heutigen Apps verdrängen und zu einer ‘All-in-One-Lösung‘ werden.

Wichtige Funktionen für Gastronomie und Hotellerie

In der Gastronomie und Hotellerie werden die digitalen Helfer zukünftig nicht nur Reservierungen und Buchungen entgegennehmen können, sondern auch Bestellungen bei Lieferdiensten tätigen. In den USA ist das in Verbindung mit der Just Eat-App bereits möglich. In Deutschland ist die Plattform Lieferando Vorreiter. Denkbar ist, dass in Zukunft auch die Gäste im Restaurant ihre Bestellungen direkt über die Spracherkennung aufgeben.

Wer also ganz vorne mit dabei bleiben möchte, sollte sich jetzt schon mit den neuen und innovativen Nutzungskonzepten beschäftigen, denn hier befinden wir uns erst gerade am Anfang dieser Entwicklung.

www.theverge.com/2017/1/5/14175854/alexa-order-food-takeaway-amazon-restaurant




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