Domino's schraubt Wachstumsziele nach oben

Pizza-Weltmarktführer Domino's hat große Pläne für den hiesigen Markt. Das von Großbritannien aus gesteuerte Deutschland-Geschäft solle auf das doppelte Volumen des UK-Business anwachsen, erklärte der zukünftige CEO von Domino's Pizza UK & IRL plc, Lance Batchelor, der das Amt nach Weihnachten von Chris Moore übernimmt. In Großbritannien und Irland betreibt das Franchise-System zurzeit über 700 Stores. 

Domino's startete vor gut einem Jahr in Berlin mit zwei Standorten, heute sind insgesamt vier, davon einer in Bonn, am Netz. Zwei weitere sollen bis Jahresende hinzu kommen. In den Achtziger und Neunziger Jahren hatte sich das System bereits zweimal wieder aus dem deutschen Markt zurückgezogen. Batchelor glaubt dennoch, dass es im deutschen Markt großes Potenzial für den weltweit über 9.000 Units zählenden Lieferdienst gebe. "Wenn wir in Deutschland nicht größer werden als in UK, haben wir etwas falsch gemacht. Wir sind überzeugt, dass wir das Land flächendeckend erobern und in Deutschland groß werden."  
Für Großbritannien bezifferte Batchelor das Wachstumsziel auf 1.200 Stores. 2010 erreichten die systemweiten Umsätze dort 485 Mio. Pfund. "Deutschland bietet uns das Potenzial, weiter zu expandieren, wenn der Markt in UK gesättigt ist", sagte Batchelor der Nachrichtenagentur Reuters. Europweit zählte die Marke im vergangenen Jahr über 1.000 Standorte mit geschätzten Umsätzen von rund 850 Mio. €. Wichtigste Länder sind neben UK/Irland Frankreich (ca. 300 Stores) und die Türkei (ca. 150).

Domino's Pizza UK übernahm im April für 8,8 Mio. Pfund einen 75-prozentigen Anteil an Intergrowth Enterprises, der Betreibergesellschaft von Domino's Deutschland. Die restlichen 25 Prozent blieben im Besitz der Verkäufergesellschaft Briskas, einer Tochter der Grand City Hotel Group.

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