Öko-Test

Donuts in der Kritik

In der aktuellen Ausgabe von Öko-Test wurden Donuts von 15 Anbietern untersucht. Alle erhielten die Note ungenügend, unter anderem wegen hoher Mineralölbelastungen. Ikea reagierte als einziges betroffenes Unternehmen prompt und hat den Verkauf seiner B&B Pinky Donuts (TK-Ware) umgehend gestoppt.

Öko-Test hatte in den getesteten Donuts teils stark bzw. sehr stark erhöhte Rückstandswerte der potenziell gesundheitsgefährdenden gesättigten Mineralöle (MOSH) entdeckt. In vier der getesteten Produkte wurden der Zeitschrift zufolge zudem aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) nachgewiesen – diese gelten ebenfalls als gesundheits- und sogar erbgutschädigend. Warnungen vor bedenklich hohen einschlägigen Rückstandswerten gab es in der Vergangenheit schon mehrfach, etwa bei Produkten wie Adventskalendern mit Schoko-Inhalt. Grenzwerte gibt es für Mineralöle bisher allerdings nicht.

Woher das Mineralöl stammt, ist unklar. Laut Öko-Test könnte die Verunreinigung durch die Verpackung oder Produktion entstanden sein.

Während Ikea gegenüber der Organisation foodwatch auf deren Anfrage erklärte, alle Donuts würden mit sofortiger Wirkung aus dem Sortiment genommen und nicht mehr in Ikea Einrichtungshäusern verkauft, bekundeten andere Unternehmen foodwatch zufolge, zunächst im engen Austausch mit den Lieferanten weitere Nachforschungen anstellen zu wollen. Im Visier von Öko-Test waren unter anderem Anbieter wie Happy Donazz, McDonald’s, Dunkin‘ Donuts, Le Crobag (umfassender Maßnahmenplan angekündigt), Tasty Donuts und BackWerk, aber auch Globus, Rewe und Real.

www.oekotest.de

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