Doppelstart von Starbucks in Berlin

Von Fachwelt und Fans heftig erwartet: Am Samstag den 25. Mai, weniger als 50 Stunden nach dem Besuch des US-Präsidenten George W. Bush in der deutschen Hauptstadt, eröffneten am Pariser Platz und am Hackeschen Markt die beiden ersten deutschen Filialen von Starbucks. Für die Kaffeebar-Marke aus Seattle ist Deutschland nach Großbritannien, Schweiz, Österreich und Spanien der fünfte europäische Markt. Noch 2002 sollen 8 - 10 weitere Units in Berlin folgen (Nummer 3 voraussichtlich Friedrichstraße). Erst dann will die Karstadt Coffee GmbH (Joint Venture: 82 % Karstadt, 18 % Starbucks) ihre Expanison in weiteren deutschen Städten/Regionen fortsetzen. Die Vision von Karstadts Gastro-Direktor Axel Weber lautet, bis Ende 2005 bei 150 - 200 Verkaufspunkten zu sein (langfristiges Potential der Marke in Deutschland: 1.500 Units/20-Jahresvertrag).

Welch hohe strategische Bedeutung das duale Grand Opening bei beiden Partner-Unternehmen hat, zeigte sich unter anderem am VIP-Aufkommen. Geballte Prominenz aus Seattle und Essen - allen voran Howard Schultz (Starbucks-Gründer: "Wir müssen jetzt den Respekt der deutschen Kunden erlangen."), Peter Maslen (Starbucks President International: "Erst wenn man in Deutschland ist, ist man auch in Europa.") sowie Wolfgang Urban (Vorstandsvorsitzender KarstadtQuelle AG: "Gemeinsam mit unserem spezifischen Konzern-Know-how, hier besonders im gastronomischen Bereich, erzielen wir Synergien und damit enorme Ertragskraft für beide Unternehmen."). Beststimmung bei den Akteuren.






Frequenzen und Umsätze der Warenhäuser sehen schon seit Monaten deprimierend aus. Da war diese Initialzündung eines neuen perspektivenreichen Engagements willkommenes Highlight. Vor Ort auch ein halbes Dutzend weitere Starbucks-Partner aus anderen Ländern, die unternehmerische Großfamilie der globalen Kultmarke formiert sich. Lob für die Güte der Start-Standorte und ihre Einrichtung.

Hackescher Markt: XL-Store, zwei Stockwerke mit großzügigen Sofa/Sessel/Sitzkissen-Landschaften und Mini-Kamin, angeschlossen sind Schulungsbetrieb und District-Office (vorher: schlechtgehendes Möbelgeschäft).

Pariser Platz: relativ kleiner Store mit exzellentem Foto-Blick aufs Brandenburger Tor (vorher: J-Cup Coffeeshop).



Man rechnet bei einer durchschnittlichen Größe von 150 bis 200 qm mit 350.000 EUR Investitionen (ohne Bau), 15 - 20 Mitarbeitern sowie 1 - 1,2 Mio. Euro Jahresumsatz. F & B-Relation: 20:80. Am stärksten ist die nationale Anpassung bei den Snacks (tagesfrische Produktion in Karstadt eigenen Betrieben). Jetzt gilt es, die Marke vor Ort mit ihrer berühmten "Third Place"-Energie aufzuladen, die Erwartungshaltung ist höher als bei jedem anderen Ketten-Konzept seit Beginn von McDonald’s vor gut 30 Jahren. Über 300 Mitarbeiter/Manager haben sich auf eine einzige Anzeige beworben, im Schnitt wird jedes Crew-Mitglied für seinen multifunktionalen Einsatz in 8 Stationen 80 Stunden trainiert. Anforderungsprofil: begeistert und lebensfroh.



Axel Weber: "Die Herausforderung heißt, eine separate, junge, frische Company aufzubauen und gleichzeitig im Konzern starke Lerneffekte zu ermöglichen." Er betont die außergewöhnlich tolle Unterstützung der traditionellen Disziplinen des Hauses und spricht von einem "leidenschaftlichen, hierarchielosen Einsatz von allen." Weltweit zählt die Kultmarke Mitte 2002 fast 5.500 Stores in gut 25 Ländern.

www.starbucksgermany.com

Start-Bilanz folgt im September- oder Oktober-Heft.

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