Durchbruch in der Ernährungsberatung

Der Begriff "Ernährungsberater/in" ist rechtlich nicht geschützt. So konnte bisher jeder, der sich dazu berufen fühlte, eine Ernährungsberatung anbieten. Jetzt haben sich die wissenschaftliche Fachgesellschaft und die zuständigen Fachverbände zusammengeschlossen und die Rahmenvereinbarung "Qualitätssicherung in der Ernährungsberatung" unterzeichnet. Im Mittelpunkt steht dabei, dass qualifizierte Ernährungsberatung in jedem Fall neutral, also ohne Produktverkauf oder Produktempfehlung arbeitet. Es darf also nicht die Gefahr bestehen, dass die Ernährungsberatung zum Spielball unterschiedlichster Marktinteressen oder kommerzieller Ziele missbraucht wird. Die damit ab sofort bundesweit gültige Richtlinie sichert Qualität und Transparenz in den Handlungsfeldern Ernährungsberatung, -therapie, -information, -aufklärung und -praxis durch Festlegung der Qualifikationen von Ernährungsfachkräften sowie eine Abgrenzung von Aufgabenfeldern. Die Basis für eine einheitliche Definition und eine Empfehlung von Ernährungsberaterinnen und -beratern ist somit gelegt. Berufsgruppen, die nur am Rande mit Ernährung zu tun haben, können sich deshalb in der Öffentlichkeit nicht länger als qualifizierte Fachleute im Bereich der Ernährungsberatung darstellen. Im Blick auf das ab Sommer 2005 geltende Präventionsgesetz ist es wichtig, sowohl Verbrauchern als auch Kostenträgern den Überblick und die Einordnung aller im Ernährungsbereich aktiven Personen zu erleichtern. aid


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