Ein Leitfaden zur Führung von Franchise-Systemen.

Dr. Julian Steiff vom Internationalen Centrum für Franchising & Cooperation (F&C) der Universität Münster hat in seiner Studie 'Opportunismus in Franchisesystemen' ein mitunter existenz-bedrohendes Problem aus dem Geschäftsalltag unter die Lupe genommen. Das Streben von Franchise-Partnern, ihre Gewinne zu maximieren, ist verständlich und grundsätzlich nichts Negatives. In der Praxis sieht das aber manchmal anders aus. Ein Beispiel: "Mein System-Geber ist so weit weg, da muss ich nicht immer jeden Umsatz angeben", denkt sich der System-Partner. "Der Betrieb läuft eh’ nicht gut", zieht wiederum der Franchise-Geber sein Fazit aus den gelieferten Bilanzzahlen und unterstützt mit seinen Marketingmitteln lieber erfolgreichere Partner. Der Einzelfall schlägt in der Regel noch nicht so sehr ins Kontor. Agieren jedoch viele Netzwerkteilnehmer opportunistisch und kontraproduktiv, sind der Erfolg und - letzten Endes - der Fortbestand des gesamten Systems gefährdet. Experten aus Forschung und Praxis sind sich einig, dass hier eine der größten Gefahren für Franchisenetzwerke liegt. Dennoch ist dieser Bereich wissenschaftlich bislang kaum untersucht worden. Dr. Julian Steiff, freier Mitarbeiter des Internationalen Cantrums für Franchising & Coopertaion (F&C) der Universität Münster, leistet mit seiner Studie 'Opportunismus in Franchisesystemen' eine Pionierarbeit. Die Studie ist in der Reihe Unternehmenskooperation und Netzwerkmanagement erschienen und wurde unter anderem vom F&C gefördert (Preis 49,90 Euro, Deutscher Universitäts-Verlag, Münster 2004, ISBN 3-8244-8177-4). Die 1999 gegründete F&C ist das erste an einer deutschen Hochschule arbeitende Lehr- und Forschungsinstitut für Franchising und ähnliche Kooperationsformen. www.franchising-und-cooperation.de

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