McDonald’s

Ende für Bildungsarbeit in Schulen

Die Stiftung Verbraucherschutz hat die Zusammenarbeit mit McDonald’s bei Bildungsaufgaben in Schulen beendet. Der Hintergrund seien heftige Proteste seitens der Eltern, heißt es. 37.000 Menschen hätten sich an einer Unterschriftenaktion beteiligt. Ihnen ging McDonald’s als Ernährungsberater von Kindern und Jugendlichen zu weit.
 
Bei McDonald’s ist man verärgert. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung, die groß darüber berichtet, ein Sprecher in der Münchner Zentrale: „Wir sind über die Kündigung und die Art und Weise wie sie erfolgt ist äußerst irritiert! Die Kündigung erfolgte ohne tatsächliche Nennung von Beweggründen und ohne ein persönliches Gespräch.“
 
Dazu muss man wissen, dass McDonald’s von der Stiftung selbst in das Bündnis eingeladen worden war.
 
Lebensmittelkonzerne und Unternehmen aus anderen Branchen versuchen seit längerem, Einfluss auf den Unterricht an den Schulen zu nehmen. Kritiker hegen jedoch den Verdacht, dass es den Firmen dabei weniger darum geht, Schüler zu mündigen Verbrauchern zu erziehen, sondern mehr darum, versteckte Werbung für ihre Produkte zu betreiben. Ein Vorwurf, der in der Wirtschaft stets zurückgewiesen wird.
 
Unter anderem auch als Partner im Bündnis für Verbraucherbildung gelistet: Metro, Tchibo, Commerzbank und Deutsche Telekom.
 
www.sueddeutsche.de
www.verbraucherstiftung.de
 

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