Berlin

Erfolgreicher Start für das Braugasthaus Dolden Mädel

Seit Ende September bereichert das Dolden Mädel die Berliner Craft Beer Szene mit einer beeindruckenden Vielfalt an Bierspezialitäten deutscher wie internationaler Micro Breweries und einer kreativen, nachhaltig geprägten Marktküche. Der Hopfenblüte – im Brauerjargon 'Dolde' – verdankt das jüngste Braugasthaus unter dem Dach der Nordmann-Gruppe (Miteigentümer) seinen Namen.
Im ungemein kreativen, wachsenden Berliner Craft-Beer-Markt soll sich der Newcomer etablieren als kommunikativer, gastronomischer Treffpunkt, der als einer der ersten nicht nur handwerklich gebraute Gerstensaft-Varianten bietet, sondern auch ebenso kreatives, ehrliches und gutes Essen. Bis dato konzentrierten sich vor allem Barkonzepte auf die Hopfenhelden. Die Erfahrungen der ersten Wochen seit dem Start am 24. September? „Sehr, sehr positiv“, erklärt Geschäftsführer Oliver Reimann. Stammten zu Beginn die Gäste in erster Linie aus der Kreuzberger Nachbarschaft, kämen inzwischen immer mehr gezielt aus Interesse am Konzeptaufhänger Craft Beer, und das auch aus anderen Vierteln der Stadt. Donnerstags, freitags, samstags seien die Plätze voll besetzt (130 indoor, weitere 120 im Biergarten).

Mehr als 90 Sorten stehen zur Auswahl, allesamt hergestellt von Brauereien, die sich über maximales handwerkliches Können und große Leidenschaft für hochwertige Rohstoffe definieren – fernab vom klassischen Biergeschmack. Rund 20 Biere kommen aus dem Zapfhahn, davon rund 14 in ständigem Wechsel, sechs Sorten sind fest gesetzt. Die übrigen etwa 70 Spezialitäten gehen flaschenweise über den Tresen. Bei der Zusammenstellung des Angebots konnte Reimann nicht nur auf das Sortiment der Nordmann-Hausbrauerei Ratsherrn zurückgreifen, sondern auch auf deren umfangreiches Netzwerk an Partnerbrauereien in aller Welt. So finden sich Spezialitäten aus Kanada, den USA, Schottland, Skandinavien und den Niederlanden auf der Getränkekarte.

Auch in der Küche wird Vielfalt groß geschrieben, wobei alle Rezepturen und Aromen den Geschmack der Biere harmonisch ergänzen sollen. Das zentrale Stichwort lautet kreative Marktküche – nachhaltig, regional und respektvoll gegenüber dem Nahrungsmittel. Traditionelle Rezepte aus der Region werden neu interpretiert und mit internationalen Dauerbrennern kombiniert. Neben Klassikern wie dem Kreuzberg-Burger, Pulled Pork und der Berliner Bulette gibt es neue Highlights wie Bio-Pastrami oder marinierte Avocados mit Quinoa als vegane Alternative. Zu den regionalen Lieferpartnern zählen u.a. der LandWert Hof Stahlbrode (eine Erzeugergemeinschaft, die ebenfalls zu Nordmann gehört), lokale Bäckereien (Sironi, Endorphina) und die bei Streetfood-Fans bekannte Kreuzberger Markthalle 9. „Schon lange vor der Eröffnung haben wir begonnen, uns mit der lokalen Szene zu vernetzen.“

Ein weiteres wichtiges Konzeptelement: der Service. Die Gäste werden eingeladen, sich aktiv mit dem geschulten Personal auszutauschen und so neue Einblicke in die Szene zu bekommen. Drei ausgebildete Bier-Sommeliers teilen gern ihr Fachwissen und stehen auf so gut wie alle Fragen rund um das Thema Craft Beer Rede und Antwort. Ein ausgefeiltes Schulungsprogramm mit u.a. Brauereibesichtigungen, Verkostungen, Ausflüge zu den Food-Lieferanten im Vorfeld der Eröffnung versorgte die Mitarbeiter mit der notwendigen Expertise.

Die Nordmann-Gruppe mit Wurzeln im Getränkegroßhandel entdeckte das Potenzial der Marktnische Craft Beer spätestens 2010 mit dem Erwerb der traditionsreichen Hamburger Biermarke Ratsherrn und errichtete zusammen mit Partnern (u.a. Patrick Rüther) in den Hamburger Schanzenhöfen ein kleines Craft-Beer-Imperium, bestehend aus Micro Brewery, Braugasthaus Altes Mädchen und Craft Beer Shop. Der Auftritt in Berlin sei ein komplett eigenständiger, gleichwohl orientiere man sich am Alten Mädchen und dessen Erfolg, heißt es. Parallel betreibt Nordmann über die Tochtergesellschaft Fine Food drei Betriebe der selbst entwickelten Konzeptmarke Fritz Braugasthaus (Binz, Stralsund, Greifswald).

www.doldenmaedel.de



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