Erster Nordsee-Store in der Schweiz gut angelaufen

Auf einen guten ersten Monat blickt man im eidgenössischen Pilotstore der Nordsee im Hauptbahnhof Zürich zurück: "Die ersten zwei Wochen sind mit durchgängig guter Frequenz über Erwartung losgelaufen, mittlerweile zeigen sich klarere Mittags- und Abendspitzen", freut sich Karl Dübendorfer. Der Ex-Mövenpickler ist Geschäftsführer der Candrian Seafood, einer eigens für die Nordsee-Lizenznahme in der Deutschschweiz geschaffenen Tochter der Candrian Catering. "Und es kommen alle: Die Kundschaft ist bunt gemischt. Da sind wir vom Glück geküsst." Standortmäßig hat man den 200 qm großen, 120 Plätze starken Betrieb mit SnackShop, Restaurant und Meeresbüfett (Investitionssumme 2 Mio. sfr) ganz bewusst in 1a Lage platziert. "Der Bahnhof zählt täglich 400.000 Passanten - das brauchen wir, um als Marke bekannt zu werden und gute Umsätze zu erzielen", erklärt Thomas Keller, Direktor der Muttergesellschaft Candrian Catering. Das Nordsee-Lokal ist ihr 19. Betrieb im Bahnhof Zürich, vorher gab's an dem Standort die Rösti-Bar. In Sachen Organisation haben sich die Schweizer der Nordsee Österreich angegliedert: Von hier kommen Ratschläge und aktive Mithilfe, von der deutschen Nordsee bezieht man allein die TK-Ware. Frischfrisch liefert ein lokaler Spezialist. Was sie daran gereizt hat, das Konzept zu importieren, wo der Schweizer doch dreimal weniger Fisch konsumiert als der europäische Durchschnitt? "Das genau ist die Chance! Wir füllen eine aussichtsreiche Nische und glauben fest daran, mit der Mischung aus Qualität, Sauberkeit, Frische und Freundlichkeit den Ansprüchen unserer Landsleute voll zu entsprechen." Fürs erste volle Geschäftsjahr rechnet man bei Öffnungszeiten von täglich 11 bis 23 Uhr mit 4 Mio. sfr. Umsatz netto. Noch in diesem Jahr wird im Winterthurer Stadttor Betrieb Nummer 2 eröffnen - 50 qm groß und als SnackShop mit reduziertem Restaurantangebot. 2001 dann sollen drei weitere an den Start gehen - vom Berner und Zürcher Flughafen ist die Rede. Vorerst will man in der Deutschschweiz bleiben. "Nordsee ist deutsch. Außerdem spielt die Logistikfrage da eine große Rolle." Zunächst stehen insgesamt 12 Betriebe auf dem Plan. Im deutschen Markt erlöste die Nordsee 1999 mit 302 Betrieben 461 Mio. DM - auch hier ist man schwer auf Expansionskurs.

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