Erstmalig bundesweite Rahmenkriterien für Schulverpflegung

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE), die Verbraucherzentralen und der Ökologische Großküchen Service (ÖGS) stellten in Berlin erstmalig bundesweite Rahmenkriterien für die Schulverpflegung vor. Die Mittagsversorgung ist für viele zukünftige Ganztagsschulen zur Zeit eines der Top-Themen.

Entwickelt wurden die Kriterien im Rahmen der Informationskampagne „10% Bio – Das kann jeder". Sie dienen Schulen und Schulträgern, Caterern, aber auch Lehrern und Eltern sowie Multiplikatoren, wie z.B. Ernährungsberatern und Stadtschulämtern, als wichtige Entscheidungshilfe und Orientierung für das Verpflegungsangebot an Schulen.



Basierend auf dem aktuellen Stand der Ernährungsforschung und unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte, beschreiben die Kriterien die wichtigsten Anforderungen an eine Mittagsversorgung in Schulen. Sie gelten für alle Schulformen, alle Altersgruppen und alle Verpflegungssysteme und sind einfach in die Praxis umzusetzen. Empfohlen wird u.a. mindestens zehn Prozent der Lebensmittel aus ökologischer Erzeugung zu verwenden, Obst und Gemüse bevorzugt als Frischware einzukaufen und die Speisen möglichst fettarm zuzubereiten.



Bis 2007 sollen rund 10.000 neue Ganztagsschulen entstehen. Schon seit längerem fordern deshalb renommierte Institutionen und Wissenschaftler bundesweite Standards für die Schulverpflegung, denn es besteht akuter Handlungsbedarf. Die Haushalts- und Familienwissenschaftlerin Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe begrüßte auf dem Symposium für „Zeitgemäße Schulverpflegung" deshalb auch die vorgestellten Rahmenkriterien. „Die Schule sollte ein Ort sein, an dem Kinder ein gesundes Essen erhalten und darüber hinaus auch lernen, wie man sich gesund ernährt. Die Rahmenkriterien leisten dazu einen wichtigen Beitrag und fördern nachhaltig die Esskultur der Kinder", so Meier-Gräwe. In Deutschland leidet bereits jeder dritte Jugendliche und jedes fünfte Kind an Übergewicht.



Die Rahmenkriterien sowie weitere Informationen zu der Kampagne sind im Internet unter www.biokannjeder.de zu finden.

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