Forschung

Essen auf Rädern als Zukunftsprojekt

Deutschland wird älter und die Nachfrage nach haushaltsnahen Versorgungsleistungen, die es Menschen ermöglichen, lange autark und selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden zu leben, steigt. Wissenschaftler von der Hochschule Fulda und der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg forschen gemeinsam zum Thema "Essen auf Rädern".
Den Beteiligten geht es um mehr als ein Mittagessen, das an der Tür abgegeben wird. Daran knüpft das neue Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) am Fachbereich Oecotrophologie der Hochschule Fulda unter Leitung von Prof. Dr. Stephanie Hagspihl an. Aufgrund des demografischen Wandels ist die Nachfrage nach haushaltsnahen Versorgungsleistungen, die ein möglichst langes, autarkes und selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen, steigend. Aus diesem Grund soll am Ende des Forschungsprozesses ein Versorgungsmodell stehen, das sich individuell auf die Ernährungsgewohnheiten und Vorlieben von Senioren und Seniorinnen einstellt.

Eine wichtige Rolle für den situativen Konsum spielen entsprechende Anwendungsmöglichkeiten neuer assistiver Technik beziehungsweise digital gestützter Dienste. Ein intelligentes, mitdenkendes System soll das Einkaufen von Lebensmitteln, das Bestellen von Menüs aber auch den individuellen Ernährungscheck von zu Hause via PC, Tablet oder Smartphone ermöglichen. Die Virtualisierung der Ernährungsversorgung bietet nach Auffassung der Beteiligten außerdem Vorteile für die Gesundheitsversorgung, schafft Kostenersparnisse und Synergien bis hin zu neuen Berufsbildern und Arbeitsplätzen. Vor allem aber bliebe mehr Zeit für zwischenmenschliche Fürsorge.
Mitte Mai fand nun der konstituierende Kick-Off-Workshop des Forschungsprojekts am Campus in Fulda statt. Die Teilnehmerrunde setzte sich zusammen aus Wissenschaftlern der Hochschule Fulda, der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg sowie Praxispartnern aus dem Gemeinschaftsverpflegungsbereich, der ambulanten und stationären Pflege, dem Lebensmittelgroßhandel, der Großküchentechnik und IT-Experten sowie Spezialanbietern für Menschen mit speziellen Ernährungskostanforderungen



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