Stockheim

Flughafen-Restaurants am Airport DUS verloren

Im Rahmen einer Neuausschreibung des Düsseldorfer Airports ist das ebenfalls in Düsseldorf ansässige Gastro-Unternehmen Stockheim nicht zum Zuge gekommen. Das traditionsreiche Familienunternehmen, seit 45 Jahren am Flughafen DUS präsent, verliert sieben Gastro-Betriebe an Mitbewerber. Der Wechsel wird 2017 erfolgen.


Das 1948 gegründete Familienunternehmen Stockheim feilt bereits seit mehreren Monaten an einer strategischen Neuausrichtung der Gruppe mit Fokus auf der Überarbeitung des Standort- und Markenportfolios – bis hin zur Abgabe von Verluststandorten.

Nun verliert die Company mit Geschäftsschwerpunkten auf Systemgastronomie, Event-Catering sowie Messe-, Flughafen- und Bahnhofsgastronomie am Düsseldorfer Airport im Rahmen einer Neuausschreibung sieben Gastro-Betriebe. Der Wechsel soll 2017 erfolgen, die Verträge sollen eine Laufzeit von sieben Jahren haben. Damit endet eine jahrzehntelange Partnerschaft zwischen Stockheim und dem Airport DUS.

Warum bei der Neuausschreibung für diverse Gastronomiebetriebe im Terminal des Düsseldorfer Flughafens das heimische Unternehmen Stockheim Catering den Zuschlag nicht bekommen hat, liegt laut Aussage von Stockheim daran, dass man beim finanziellen Angebot nicht den ersten Platz belegen konnte. Insgesamt habe man im Rahmen der internationalen Ausschreibung jedoch mit den speziell für den Düsseldorfer Flughafen entwickelten gastronomischen Konzepten überzeugt.
Karl-Heinz Stockheim, Geschäftsführender Gesellschafter von Stockheim, erklärt: „Wir haben uns in den 45 Jahren unserer Zusammenarbeit immer wohl gefühlt am Flughafen. Wir wissen aber auch, wie hoch ein realistisches finanzielles Angebot sein darf und wo unsere Grenzen liegen. Wichtig ist uns jetzt, dass die Übernahme unserer 135 Mitarbeiter durch den oder die künftigen Betreiber der Gastronomie am Flughafen Düsseldorf vorbildlich funktioniert.“
Wie die Tageszeitung ‘Rheinische Post‘ berichtet, bestätigte ein Sprecher des Flughafens: „Ab dem kommenden Jahr setzt der Airport auf ein neues Gastronomiekonzept, das die Umgestaltung von neun Restaurants vorsieht. Als Hauptmieter löst dabei einer der führenden Dienstleister in der Verkehrsgastronomie den jetzigen Betreiber Stockheim ab.“

Laut 'Rheinischer Post' sind von dem Betreiberwechsel unter anderen das B2B-Café, zwei Cafétiero-Bars, das 4Cani im Terminal, das Schiffchen auf der Ankunftsebene und das Arc betroffen. Das Restaurant Amoriba, heute ebenfalls von Stockheim betrieben, geht an einen dritten Betreiber, Casual Food, der ebenfalls in der Verkehrsgastronomie und speziell an Flughhäfen für Insider eine bekannte Größe ist.

Die anderen Restaurants sollen künftig von der Cateringfirma SSP Germany, Eschborn, betrieben werden. Auch SSP ist ein bekanntes Profi-Unternehmen im Segment Verkehrsgastronomie und an zahlreichen Flughäfen und Bahnhöfen vertreten, so an den Airports Frankfurt und Bremen sowie den Hauptbahnhöfen Berlin, Frankfurt und Hamburg. Am Flughafen Düsseldorf ist SSP bereits mit einem Caffè Ritazza vertreten.

Insgesamt gibt es am Düsseldorfer Flughafen rund 40 Gastronomiebetriebe. Stockheim war seit Jahrzehnten in Sachen Catering der wichtigste Partner des Düsseldorfer Flughafens. In den 1960er Jahren erhielt das Familienunternehmen wichtige Aufträge im Hauptbahnhof, von der Messe und der Stadthalle. 1970 dann folgte ein erster Auftrag vom Flughafen. Stockheim managte die Flughafen-Kantine. Zwei Jahre später kam die erste öffentliche Gastronomie dazu. Nach einer Ausschreibung wurden das große Restaurant sowie drei Bars im alten Terminal 1 in Stockheims Hände übergeben. Von da an wuchsen der Flughafen und der Appetit der Passagiere in rasanter Geschwindigkeit. Stockheim war zeitweise Monopolist am Airport der Landeshauptstadt.

Stockheim beschäftigt rund 1.100 Mitarbeiter, ist deutschlandweit vertreten, und erzielte 2015 mit 56 Betrieben einen Umsatz von 73 Mio. €.

www.stockheim.de






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