Schulmilch

Förderung in wenigen Bundesländern

Die EU erlaubt es, die deutschen Bundesländer handeln uneinheitlich. Schulmilch und -Kakao gibt es öffentlich gefördert noch in Hessen, Berlin und Brandenburg – in Nordrhein-Westfalen nur noch im kommenden Schuljahr. Das Informationsbüro Schulmilch der FrieslandCampina Germany GmbH, Köln macht auf die unterschiedliche Umsetzung von EU- und Bundesförderrichtlinien durch die Länderregierungen  aufmerksam.

Hessen bleibt weitestgehend bei seiner bisherigen Regelung, pure Milch deutlich höher als Kakao zu fördern. Sie kostet die Schüler 25 Cent, Kakao bleibt bei 40 Cent pro 0,25-l-Packung. Erdbeer- und Vanillemilch werden allerdings nicht mehr gefördert. In Berlin und Brandenburg kostet das Päckchen „Milch pur“ dagegen 30 Cent, Kakao, Vanille- oder Erdbeermilch 5 Cent mehr. In NRW gilt die bisherige Regelung zunächst noch für das kommende Schuljahr.

In Baden-Württemberg wird es im nächsten Schuljahr an ausgewählten Grundschulen und Kindertagesstätten einmal pro Woche Schulmilch gratis geben, allerdings zu 85 Prozent gefördert durch EU-Gelder, zu 15 Prozent durch private Sponsoren. Kakao wird nicht mehr gefördert werden. Rheinland-Pfalz handelt ähnlich. Schul- und Kindergartenkinder erhalten zusammen mit Obst und Gemüse nur noch einmal pro Woche fettarme H-Milch in 1-Litergebinden anstelle täglicher Frischmilch oder Kakao. Viele Eltern und Schulleiter protestieren gegen die Neuregelung.

Langfristige Auswirkungen

„Die Strategien der Bundesländer sind auf eine Laufzeit von sechs Jahren angelegt. Es gibt kurzfristig keinen Weg zurück. Auch danach dürfte es schwer sein, die Schulen und Kindergärten zu einer Rückkehr zur alten Regelung zu bewegen, denn wir wissen, dass viele Schulen nachhaltig verärgert sind“, meint Gabriele Johag, Leiterin Schulmilch bei FrieslandCampina Germany in Köln.

www.fuer-mich-lieber-milch.de



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