Bildgalerie Baku/Aserbaidschan

Food & Foodservice im Mittelpunkt

300 Bilder einer Study-Tour in den Südostzipfel Europas. 4 Tage in der Hauptstadt Baku und 5 Tage draußen in der Provinz – vom Kaukasus im Norden bis zur iranischen Grenze im Süden.

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Hintergrund: Die deutsche Restaurant-Kette Vapiano eröffnete im Februar 2014 in Baku einen Franchise-Betrieb. Saniya Mammadova und Rustam Guliyev sind die Partner. Großer Starterfolg. Zudem Kontakte über den Spülmaschinenhersteller Winterhalter mit örtlichem Großhandel und heimischen Restaurants. Ein fachlicher Ausflug von Gretel Weiß (Chefredaktion food-service).

Baku: Die Hauptstadt von Aserbaidschan kam als Austragungsort des European Song Contests 2012 auf unsere Landkarte. Im Sommer 2015 werden dort die europäischen Leichtathletik-Meisterschaften stattfinden. Es lohnt sich also definitiv, einmal das Land, seine Leute, Food & Foodservice einmal genauer zu besehen. Das Wichtigste:
  • Das Land: Öl-reich! Etwa so groß wie Österreich, knapp 10 Mio. Einwohner.
  • Die Hauptstadt: gestern und morgen im wilden Mix, atemberaubende Bauten. Gierig nach Fortschritt.
  • Die Provinz: breites Landschaftsspektrum vom Kaukasus im Norden (Grenze zu Russland) bis zum Kaspischen Meer im Südosten (Iran).

Es wurden die Städte/Regionen Sheki, Gabala und Lenkaran besucht.

Wir haben wunderschöne Landschaften und vor allem sehr offene, auskunftsfreudige und gut gebildete Menschen kennengelernt: Sie haben den Reichtum der Reise ausgemacht – schlichtweg ein großartiges Erlebnis.

Jetzt, was war so besonders und was bleibt in Erinnerung?
  1. Nahtstelle von Ost und West. Die Altstadt Bakus ist seit dem Jahr 2000 Bestandteil vom Weltkulturerbe.
  2. Ein Land im Aufbruch, keine wirkliche Demokratie. Junger Wohlstand mit mehr Prestige- als Kostendenken.
  3. Ehrgeizige Projekte, wohin man schaut. Das Gebäude der gebürtigen Iranerin Zaha Hadid fürs Heydar Aliyev Center ist eines der schönsten, die wir je gesehen haben. Die Flame Towers (mit Fairmont-Hotel) prägen die Stadtsilhouette.
  4. In den meisten Familien wird immer noch russisch gesprochen. Von 1920 – 1990, also 70 Jahre war der Staat Teil der UdSSR und auch in den Jahrhunderten davor häufig Teil des russischen Reiches. Jetzt unabhängig und eigenständig.
  5. Die Küche ist geprägt von der Kulinarik der Regionen Türkei und Iran. Übrigens, deutsche Siedler brachten im 19. Jahrhundert den Kartoffel- und Wein-Anbau ins Land.
  6. Aserbaidschan hat die besten Tomaten der Welt. Überhaupt sehr schmackhafte Rohprodukte. Pflanzlich und tierisch. Essen hat hohen Stellenwert.
  7. Die Basare: immer und überall das Paradies für die Fotografin. Eine Art Urform von Marktgeschehen. Parallel dazu moderne Betriebsformen des Handels und der Gastronomie, vor allem in den großen Städten.
  8. Die Mehrheit der Bevölkerung glaubt an Allah, aber nicht fanatisch (Nachwirkungen des Sozialismus). Jedes Menschenkind ist mit einem Smartphone ausgestattet, selbst die älteste Marktfrau.
  9. Sowohl in der Stadt als auch auf dem Land ist die Mercedes-Dichte höher als in Schwaben. Überhaupt haben deutsche Marken allerhöchstes Ansehen.
  10. Margen/Gewinne der Unternehmen sind deutlich höher als in Mitteleuropa. Niedrige Personalkosten (Gastro unter 15 % vom Umsatz), aber im Stadtkern sehr hohe Mieten.
  11. Die Fußballvereine Borussia Dortmund und Bayern München kennt jeder. Unser Guide kannte sogar viele Spieler mit Namen und konnte diese fast akzentfrei aussprechen.

Ja, das Land an der Westseite des kaspischen Meeres ist eine Reise wert, auch wenn es nicht mit solch gewaltigen kulturellen Reichtümern brillieren kann wie etwa Indien oder China.

Großer Dank an großzügige und herzliche Gastgeber, wo immer wir waren.

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www.xoncakitchen.az
www.vapiano.com
www.cuisinecouture.net
www.sultans.az

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