Frankfurt ist eine preiswerte Großstadt

Gemessen an Zürich (Index = 100) liegt das Preisniveau in Oslo, Hongkong, Tokio und New York höher. Das Lohnniveau befindet sich praktisch überall deutlich drunter. Die Erhebung der Schweizer Investmentbank UBS über Preise und Löhne bezieht sich auf 70 Metropolen der Welt. Schweizer (und Skandinavier) müssen sich über hohe Preise nicht all zu sehr grämen, denn in ihren Großstädten ist auch das Lohnniveau besonders hoch. In Zürich etwa liegt der durchschnittliche Brutto-Stundenlohn in einer Gruppe von 13 gängigen Berufen (unter Berücksichtigung von Arbeitszeiten, Feiertagen und Ferien) bei 35 sfr. Ein Angestellter in Frankfurt dagegen kommt in dieser Betrachtung auf umgerechnet 24 sfr brutto. Interessant: Während den Schweizern von 35 sfr nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben gut 26 bleiben, lässt der Staat den Frankfurtern von 24 nur etwa 16. Frankfurter müssen rund 15 Minuten Arbeitszeit aufwenden, um sich einen BigMäc bei McDonald's leisten zu können, Schweizer sind nur eine Minute früher damit fertig. Deutlich geringer ist der Aufwand in Tokio, Chicago und Los Angeles, wo die Angestellten schon nach 10 Minuten genug Geld für einen BigMäc erarbeitet haben. Das ist kein Vergleich zu den Verhältnissen in ärmeren Ländern. Ein durchschnittlicher Angestellter in Nairobi braucht zum Beispiel mehr als 3 Stunden Arbeitszeit, um sich bei McD das Signature-Produkt leisten zu können. Und für ein Kilogramm Brot sind für ihn immerhin 45 Minuten Arbeit notwendig, siebenmal so viel wie in Frankfurt.



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