Frankfurter Operncafé in neuem Glanz

Es ist eine Frankfurter Institution. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert bewirtet es seine illustren Gäste, darunter viele Prominente. Zum Ende des Sommers zeigt es sich frisch eingerichtet, ohne dabei seinen typischen französischen Charme zu verlieren.
Omid Enj, gastronomischer Leiter. „Wir wollen nur insgesamt etwas lockerer werden. Besucher sollen nicht das Gefühl haben, dass sie bei uns unbedingt toll essen müssen. Sie sind auch herzlich willkommen, wenn sie einfach auf ein Glas Wein, einen Espresso oder zu Kaffee und Kuchen vorbei schauen.“

Auffälligste Veränderung ist die Bar, die von der linken auf die rechte Seite rückte und den Raum großzügiger wirken lässt.

Vieles blieb, wie es war: Die hölzernen Sitzbänke, die an eine alte Straßenbahn erinnern. Die eckigen Tische mit ihren Holzstühlen. Yves Montand als Kellner in 'Garçon!' auf dem großen Filmplakat.

Zeitgenössische Gemälde des Frankfurter Künstlers Mike Kuhlmann schaffen einen reizvollen Stilbruch zum nostalgischen Ambiente.

„Uns ging es darum, Altes und Neues zusammen zu bringen“, sagt Kerstin Schneider, die das Konzept für die Inneneinrichtung entwarf und vom Architekten Marzio Giust umsetzen ließ.

Im Operncafé treffen sich die Großen der Welt. Von hochrangigen Politikern über Legenden des Showbiz bis hin zu Nobelpreisträgern. „Michael Gorbatschow saß hier genauso wie Luciano Pavarotti, Tom Jones, Mario Adorf oder Wladimir Klitschko“, erzählen die Inhaber, Mario Saravini und Siggi Schneider. „Wir spiegeln auch den Glanz der Alten Oper wider.“

An warmen Tagen besuchen bis zu 300 Gäste die Terrasse des Hauses.

Der deutsche Unternehmer Hartmut Schimann entdeckte schon 1980 das Potential des Ortes, ein Jahr bevor die im Zweiten Weltkrieg stark zerstörte Alte Oper nach ihrem Wiederaufbau eröffnet wurde. Kurzerhand verwandelte er eine alte Bücherei in das jetzige Operncafé. Saravini und Schneider übernahmen das Lokal dann 2005, gemeinsam mit zwei benachbarten Restaurants.

www.operncafe-frankfurt.de
 


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