Gastronomen nun contra Finanzamt

Im Streit um die Länge der Kölschstange sind die Wissenschaftler zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen: Höhere Gläser bedeuten teilweise einen höheren Schankverlust. Um diesen Mehrverlust so weit als möglich zu vermeiden, werden die Kölner Verbund Brauereien ihre derzeit im Einsatz befindlichen Gläser in Abstimmung mit ihren Gastronomiekunden moderat verkürzen. Zielsetzung ist hierbei, die vom Gast gewollte Eleganz und Ästhetik der Kölschstange mit dem möglichen Schankverlust in Einklang zu bringen. Dem Frieden zwischen Brauern und Wirten wird aber vermutlich neuer Streit folgen. Und zwar der zwischen Gastronomen und Finanzamt. Denn den Schankverlust, der auch ohne die höheren Gläser anfällt, können die Wirte offensichtlich nicht steuerlich geltend machen. Klagen aus der Gastronomie, einen bis zu 10 % hohen Schankverlust pro Glas in Kauf nehmen zu müssen, haben in den letzten Wochen für Aufregung gesorgt. walschebauer@brainship.de



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