Elbphilharmonie Hamburg

Gastronomiestart am 4. November

Am Rande der Internorga wurde bekannt, dass die Gastronomie in der neuen Elbphilharmonie am 4. November 2016 mit Eröffnung der Plaza im 8. OG in Betrieb gehen soll - das Konzerthaus selbst machte wegen erheblicher baulicher Verzögerungen und explodierender Baukosten von sich reden. Nach fast 10-jähriger Bauzeit wird das neue Wahrzeichen Hamburgs nun am 11. und 12. Januar 2017 feierlich eröffnet. Gastronomie-Betreiber ist die Störtebeker Braumanufaktur aus Stralsund (Jürgen Nordmann) gemeinsam mit der Hamburger east group.

Schon vor zwölf Jahren hatte die damals noch als Stralsunder Brauerei geführte, erst 2011 umgetaufte Störtebeker Braumanufaktur den Pachtvertrag für drei gastronomische Objekte in der Elbphilharmonie unterzeichnet. Abgesehen vom eigentlichen Konzertbereich soll das spektakuläre Gebäude als öffentlicher Raum für jedermann zur Verfügung stehen: Neben dem einmaligen Panoramablick von der frei zugänglichen Aussichtsplattform Plaza auf dem Dach des alten Kaispeichers in 37 m Höhe soll insbesondere auch die Gastronomie täglich Tausende von Besuchern aus nah und fern anziehen.

Als starker Partner wird die east group der Elbphilharmonie ihre kulinarische Prägung verleihen. Auf der Aussichtsplattform mit ca. 4.000 qm im 8. OG wird ein Deli neben einem umfangreichen Getränkerepertoire und allen Störtebeker Brauspezialitäten kalte und warme Snacks, auch to-go, sowie Eiscreme anbieten. Im 6. OG wird es einen Shop- und Tastingbereich geben, wo neben Spezialbieren und 20 verschiedenen Bieren vom Fass ein umfangreiches Sortiment an Souvenirs und exklusiven Geschenken präsentiert wird. Hier sollen laut Nordmann mehrmals täglich Verkostungen mit Bier-Sommeliers und passender kulinarischer Begleitung stattfinden.

Das Restaurant im 5. OG orientiert sich kulinarisch an nordischer Esskultur entlang der Seewege der Hanse, so Christoph Strenger, Geschäftsführer east group, zum Konzept – natürlich modern interpretiert und in Kombination mit den Brauspezialitäten von Störtebeker. Bei ca. 200 Sitzplätzen rechnet Strenger dort mit bis zu vierfachem Stuhlumschlag am Tag.

Im Einklang mit den Vorstellungen der Stadt Hamburg versteht sich auch die Gastronomie als unkompliziertes Angebot an das gesamte Gästespektrum der Elbphilharmonie – ob Hamburger, Tourist oder Konzertbesucher.

Strenger zufolge gehen Vorhersagen von täglich zwischen 8.000 und 15.000 Besuchern des Gebäudes aus. Den zu erwartenden Gastronomie-Umsatz siedelt der Hospitality-Profi in einer Größenordnung von 10-15 Mio. € an.

Mit Blick auf die operativen Anforderungen des Projekts haben Strenger und seine Partner Mitte Februar eine zentrale Produktionsküche in Hamburg übernommen. Von hier aus werden künftig nicht nur die Betriebe der Elbphilharmonie mit gekühlten, vorbereiteten/vorgegarten, portionierten Frische-Komponenten beliefert. Auch in diversen weiteren Restaurants des Portfolios sollen ausgewählte, frische Basisprodukte wie z.B. Jus, Dressings, Saucen oder Eis zum Einsatz kommen.

Mit zeitgeistigen Konzepten gehobener kulinarischer Güteklasse wie den Restaurants clouds und coast by east oder dem east Hotel & Restaurant und weiteren Solitären, aber auch multiplizierten Formaten wie Bolero oder Paulaner’s erzielte die east group/Gastro Consulting SKM im vergangenen Jahr Umsätze von 61,9 Mio. €. Auf unveränderter Fläche (27 Betriebe) ein Plus zum Vorjahr von 3 % - nach einem wachstumsstarken Jahr 2014 mit diversen Neueröffnungen (u.a. coast enoteca, heaven’s nest, Vaivai) und gut 17 % Plus. „Mit der Geschäftsentwicklung 2015 sind wir durchaus zufrieden“, so das Unternehmer-Trio Christoph Strenger, Roland Koch und Michael Maier. 2015 hätten vorrangig die Optimierung der bestehenden Konzepte sowie Weichenstellungen für die nächsten Expansionsschritte auf dem Plan gestanden.

Die Störtebeker Braumanufaktur, damals noch Stralsunder Brauerei, war bereits im Jahr 1991 von der Nordmann-Gruppe aus Wildeshausen erworben worden und fiel 2004 nach dem Tod von Fritz Nordmann samt zwei Braugasthäusern an Sohn Jürgen, während dessen Brüder Fritz-Dieter und Oliver neben dem Getränkegroßhandel unter anderem die Marke Ratsherrn Brauerei in Hamburg, mehrere Braugasthäuser namens Fritz und den Öko-Hof Landwert im Greifswalder Bodden übernahmen.

Störtebeker hat im Jahr 2015 rd. 140.000 hl Bier produziert, das entspricht einem Ausstoß-Plus von rd. 12 % zum Vorjahr.

www.gastroconsulting.de

www.elbphilharmonie.de

www.stoertebeker.com


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