Hans im Glück

Gericht bestätigt Plagiatsvorwurf gegen Peter Pane

Das Landgericht München I hat in seinem Urteil den Plagiatsvorwurf der Hans im Glück Franchise GmbH gegen die Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH bestätigt. In sämtlichen Peter Pane-Restaurants werden somit wesentliche und originäre Bestandteile des Hans im Glück-Raumkonzeptes verwendet – eine Differenzierung ist deshalb nicht ausreichend gegeben.

Der Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH wurde nun durch das Urteil vom 4.5.2016 des Landgerichtes untersagt, Burgergrill-Restaurants unter der Verwendung des Hans im Glück-Raumkonzeptes zu betreiben. Die Peter Pane-Standorte müssen so verändert werden, dass eine Verwechslung ausgeschlossen ist. Anfang März 2016 eröffneten die ersten Burger-Restaurants unter dem neuen Namen Peter Pane – gut einen Monat nach der Trennung zwischen Franchisegeber Hans im Glück und seinem norddeutschen System-Partner Patrick Junge (Paniceus Gastro Systemzentrale). Die Units befinden sich in Berlin (3x), Binz, Bremen, Flensburg, Hamburg (2x), Lübeck, Oldenburg, Osnabrück und Potsdam.

In ihrer urheber- und wettbewerbsrechtlichen Auseinandersetzung gegen die Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH konnte die Hans im Glück Franchise GmbH eine starke Verwechslungsgefahr nachweisen.

„Das Urteil ist ein voller Erfolg für uns. Das Gericht hat die Einzigartigkeit unseres Gestaltungs- und Raumkonzeptes bestätigt. Dies ist ein deutliches Signal, das uns vor weiteren Nachahmern schützt und unser einzigartiges Konzept stärkt“, kommentierte Thomas Hirschberger, Gründer und Gesellschafter der Hans im Glück Franchise GmbH, das Urteil.

Zum Hintergrund: Die Hans im Glück Franchise GmbH hatte vergangenes Jahr gegenüber seiner damaligen Franchisenehmerin Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH aufgrund zahlreicher Alleingänge und schwerwiegender Abweichungen von ihrem Franchisesystem die Kündigung des Franchisevertrags ausgesprochen, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Eine Einigung zur Übernahme der zwölf Hans im Glück-Burgergrills des ehemaligen Franchisepartners konnte nicht erzielt werden.

Thomas Hirschberger zur weiteren Strategie: „Unabhängig von der Trennung von Paniceus und der juristischen Schritte gegen ihre urheber- und wettbewerbsrechtlichen Verstöße haben wir unsere Expansionsstrategie erfolgreich fortgesetzt und 2016 bereits vier neue Burgergrills eröffnet. In München, Stuttgart, Karlsruhe und Leipzig stehen bereits weitere Restaurants in den Startlöchern. Ganz besonders freuen wir uns darauf, mit der Eröffnung am Berliner Hauptbahnhof im Sommer auch unsere Expansion im norddeutschen Raum voranzutreiben. Außerdem planen wir noch in diesem Jahr zahlreiche Neueröffnungen in ganz Deutschland sowie erstmals auch in Österreich.“

In einer offiziellen Stellungnahme zum Entscheid aus München erklärte die Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH heute, dass der Betrieb der Peter Pane-Standorte weitergehe. Das Gericht habe „über ein Aussehen der Restaurants entschieden, das zum Zeitpunkt der gerichtlichen Entscheidung schon nicht mehr aktuell war. Der Umbau war noch nicht abgeschlossen“, heißt es in der Mitteilung von Paniceus. Insgesamt habe man ca. 4 Mio. € in Umbaumaßnahmen investiert.

Seit 2010 ist Hans im Glück aktiv und umfasst aktuell 16 Franchisepartner sowie 35 Burgergrills. 2015 erwirtschaftete die Marke mit 43 Standorten (inklusive zwölf von Paniceus geführte Outlets) 86,8 Mio. € und damit +99,5 % im Vergleich zum Vorjahr.

www.hansimglueck-burgergrill.de
www.peterpane.de




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