Nordsee

Gerüchte um Verkauf bleiben unbestätigt

Nordsee soll wieder zu haben sein. Laut Reuters suchen Insidern zufolge der Molkerei-Unternehmer Theo Müller und der frühere Großbäcker Heiner Kamps nach einem Käufer. Die gastronomische Marke für Fisch und Meeresfrüchte kommentiert die Gerüchte mit einem Statement des Mutterunternehmens TMG:
„Die Nordsee hat mit ihrem Geschäftsmodell mit Schwerpunkt Gastronomie schon seit Beginn ihrer Zugehörigkeit zur Unternehmensgruppe Theo Müller eine Sonderstellung. Das Kerngeschäft der Unternehmensgruppe Theo Müller ist die Herstellung von Lebensmitteln. Es gab in der Vergangenheit immer wieder Spekulationen um einen Verkauf der Nordsee. Diese werden wir auch diesmal nicht kommentieren.“

Reuters zufolge ging an die Investmentbank GCA Altium der Auftrag, einen Käufer für die aktuell 372 Restaurants mit 4.800 Mitarbeitern zu suchen. Der mögliche Preis für das Gastrosystem wird auf mehr als 300 Mio. € geschätzt. Erste Interessenten hätten sich bereits gemeldet.

2015 erzielte Nordsee einen Gesamtumsatz von rund 357 Mio. € – davon 85 % in Deutschland, 11 % in Österreich und 4 % in weiteren Ländern. Das operative Ergebnis (Ebitda) soll bei 30 Mio. € liegen.

Von 1997 bis 2005 gehörte Nordsee dem Finanzinvestor Apax. 2005 investierte Kamps, und Molkereiunternehmer Müller beteiligte sich mit seinem Privatvermögen wesentlich am Kauf der Nordsee GmbH. Die Bäckerei-Kette Kamps gehört seit 2015 zur französischen Groupe Le Duff.

Nordsee mit Sitz in Bremerhaven feierte in diesem Jahr 120-jähriges Bestehen.

www.nordsee.com


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