Getränkekonsum Außer-Haus-Markt in den ersten Monaten 2010

Das Fazit aus den ersten Monaten kann bereits gezogen werden. Die Ausgabenentwicklung für Getränke Außer-Haus bei den 16-49 Jährigen setzt zwar ihren negativen Trend im Zeitraum Januar bis April 2010 vs. Vorjahr weiter fort, allerdings lange nicht so negativ wie im letzten Jahr.
Die prozentuale Veränderung bewegt sich nur noch im einstelligen Bereich mit -8,8%. Das negative Vorzeichen der Entwicklung ist dabei maßgeblich durch den ungewohnt strengen und schneereichen Winter geprägt. Gerade im Februar und März haben die Konsumenten die „warme Stube“ dem „bunten Treiben“ Außer-Haus vorgezogen und haben 5% weniger „Weggehtage“ als im Vorjahr. Bei den Konsumenten, die sich aus dem Haus wagten, waren „alkoholische Heißgetränke“ die Gewinner. Dagegen lässt die Einzelbetrachtung von Januar und April optimistisch auf die weiteren Monate 2010 blicken.

Mit der Fußball-WM im Juni/Juli 2010 steht nicht nur für den Sport ein Highlight vor der Tür. Der Rückblick auf die Getränkeumsätze im WM-Jahr 2006 verspricht ein hohes Umsatzniveau auch für die Sommermonate 2010.

Zudem bietet die Inszenierung dieses Events eine große Chance, um insbesondere wieder die jüngeren Altersgruppen zu aktivieren. Denn gerade bei den jüngeren Konsumenten (bis 39 Jahre) war der Getränkekonsum Außer-Haus sowohl im Jahr 2009 als auch im aktuellen Zeitraum Januar bis April 2010 negativer als bei den 40-49 Jährigen. Die älteren Altersklassen weisen einen wesentlich stabileren Konsum an Getränken Außer-Haus auf. Die Herausforderung für die Branche wird in den nächsten Monaten darin liegen, die jungen Konsumenten zum Weggehen zu (re-)animieren.

Autor: Silke Leibmann
Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg.

Basis: 32,9 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule).

ulrike.singer@gfk.com
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