GV-Barometer

Großküchen bleiben investitionsfreudig / Gesundheit immer wichtiger

Wie in den Vorjahren wollen die GV-Profis in Betriebsrestaurants, Kliniken und Heimen wieder kräftig investieren. Zu diesem Ergebnis kommt das diesjährige GV-Barometer, eine repräsentative Umfrage im Vorfeld der Internorga in Hamburg, für die 309 Entscheider aus Betriebsrestaurants, Kliniken und Heime befragt wurden. Danach planen 67 Prozent aller befragten Betriebe Anschaffungen für 2016.

 

Dabei wollen 56 Prozent größere Investitionen für Herde, Kassensysteme oder Spülmaschinen tätigen, 11 Prozent für allgemeine Ausstattungen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die grundsätzliche Investitionsneigung der Gemeinschaftsverpflegung auf hohem Niveau jedoch leicht rückläufig (von 71 % auf 67 %). Prof. Dr. Wolfgang Irrgang, Leiter der Studie, sieht den Grund dafür vor allem in der hohen Realisierungsrate der geplanten Investitionen 2015. Im vergangenen Jahr konnten 72 Prozent ihre Investitionen wie geplant umsetzen.

 

GV-Profis fühlen sich für Gesundheit der Gäste verantwortlich

In der Gemeinschaftsverpflegung spielt bei den angebotenen Speisen das Thema gesunde Ernährung eine immer größere Rolle. 80 Prozent der befragten GV-Entscheider fühlen sich für ihre Gäste verantwortlich und sprechen sich für die Einflussnahme auf eine gesunde Ernährung durch das Speisenangebot aus, vor allem in Hinblick auf die zunehmende Bedeutung der betrieblichen Gesundheitsförderung.

 

Veggie-Trend hält an

70 Prozent der GV-Entscheider gehen laut GV-Barometer davon aus, dass die fleisch- und tierproduktfreie Ernährung weiter an Bedeutung gewinnen werden. Zu dieser Einschätzung kommen Betriebsrestaurants (72 %) und Krankenhäuser (75 %) gleichermaßen – lediglich die Seniorenheime sind bei ihrer Prognose etwas zurückhaltender (48 %). Darüber hinaus fragt der Verbraucher zunehmend Produkte nach, die erntefrisch vom Feld und aus der Region stammen. Diese Entwicklung nehmen 65 Prozent der Betriebsrestaurants zum Anlass, verstärkt saisonale und regionale Zutaten bei der Speisenplanung zu berücksichtigen. Fast die Hälfte der Kliniken und Heime (42 %) betont, dass ihr Betrieb darauf schon immer großen Wert gelegt hat.


Qualität vor Preis

Die Gäste sind anscheinend zunehmend bereit, für etwas Besonderes auch einen höheren Preis zu zahlen, wie das aktuelle GV-Barometer zeigt. Vor allem in Betriebsrestaurants schätzen knapp zwei Drittel der Befragten, dass ihre Gäste mindestens einmal pro Woche bereit sind, sich ein teureres Gericht zu gönnen. Die Hälfte davon meint sogar, dass diese Bereitschaft mehrmals pro Woche vorhanden ist. Der Trend vom besonderen Genuss zu höheren Kosten geht mit der Einschätzung einher, dass den Gästen der qualitativ hochwertige Wareneinsatz wichtiger ist als ein günstiger Preis.


Guter Service für Gästezufriedenheit wichtig

Ob Betriebsrestaurants, Heime oder Klinken – 82 Prozent der befragten GV-Anbieter sind sich einig, dass freundliches Personal bei der positiven Bewertung einer Küche eine entscheidende Rolle spielt. Die Gästezufriedenheit hängt nach Einschätzung der Befragten zudem zunehmend von der Abwechslung beim Speiseplan ab. Im Vergleich zum Vorjahr (2015: 51 %) gewinnt dieses Kriterium mit 61 Prozent weiter an Bedeutung.

 

Inernorga-GV-Barometer


Das GV-Barometer gibt der Lebensmittelindustrie und den Zulieferern anlässlich der Internorga in Hamburg vom 11. bis 16. März 2016 wichtige Orientierung über das Innovations- und Investitionsklima in der Branche. Für die repräsentative Umfrage hat Marktforscher Prof. Wolfgang Irrgang 309 GV-Betrieben befragt. Weitere Informationen zur Internorga und zu den Ergebnissen des GV-Barometers erhalten Interessierte auf der Homepage.

www.internorga.com


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