Grundschüler trinken zu wenig

Eine Studie der Recklinghäuser Agentur für Kinder- und Familienkommunikation Blattwerk Media deckt Defizite beim Trinkverhalten von Grundschülern auf und zeigt Optimierungspotenziale.

Knapp 75 Prozent der Lehrer, Direktoren und Hausmeister der befragten Schulen bestätigen, dass sich gerade Schulanfänger noch nicht selbstständig umausreichendes Trinken kümmern können. Neben den Kindern müssen also auch die Eltern für dieses Thema sensibilisiert werden. Die Verantwortlichen in den Schulen sind sich der Bedeuung des Themas bewusst. Nahezu 90 Prozent der Befragten sehen einen Zusammenhang zwischen Wasserhaushalt und Leistungsfähigkeit ihrer Schüler. Dennoch schätzt jeder Zweite der Verantwortlichen die Trinkversorgung an seiner Schule als optimierungsbedürftig ein.

In 95 Prozent der Schulen ist das Trinken im Unterricht mittlerweile erlaubt. Dennoch: Die Studie zeigt, dass zwar 60 Prozent der Schüler über die Klassen- bzw. Schulbestellung Zugang zu Trinkmilch und Milchmixgetränken haben. Gesunde und attraktive Durstlöscher wie Mineralwasser und Saftschorlen werden dagegen nur teilweise bis gar nicht angeboten. Lediglich 20 Prozent der Kinder bringen ihre Getränke von zu Hause mit. Daher das alarmierende Ergebnis: Nahezu 20 Prozent nehmen neben der Schulmilch keine weiteren Getränke zu sich, und fast 10 Prozent der Kinder trinken sogar überhaupt nichts in der Schule. 

Verbesserungspotenzial sehen die Autoren in der Studie auch für das EU-Schulmilc-Förderprogramm, da bislang lediglich die Hälfte der Schulen, in denen Trinkmilch angeboten wird, daran teilnehmen. Das größte Potenzial zur Verbesserung der Trinksituation liege jedoch in der Sicherstellung einer einwandfreien und geprüften Trinkwasserqualität in den Schulen. Denn nur, wenn es vollständig sorgenfrei als gesunder Durstlöscher zu akzeptieren ist, werden die Schulen auch für eine freie und kostenlose Trinkwasserversorgung aller Kinder in ihrer Einrichtung eintreten.

Die Studie wurde mit Unterstützung der Unternehmen von Ionox Wasser-Technologie, Deutsche SiSi Werke, Promethean und Alfi durchgeführt. 
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