Gut besuchter Fachplanertreff

Kosten, Kosten, Kosten – auf der 21. Fachtagung des Verbands für Fachplaner (VdF) in Stuttgart drehte sich (fast) alles um das aktuelle Thema Kosteneinsparung. „Auch wir als Fachplaner müssen uns auf die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Gemeinschaftsverpflegung einstellen“, betonte vor allem Friedhelm Frank, Reisner & Frank, Karlsruhe, in seinem Vortrag. Eindringlich warnte er die rund 200 Teilnehmer vor planerischen Schwachstellen und unterstrich dabei die Wichtigkeit einer rationalen Vorabkalkulation, die besonders die Rentabilität einer Einrichtung berücksichtigen sollte. Das eigentliche Tagungsthema ‘Speisenausgabensysteme – innovativ und zukunftsorientiert‘, griff Helmut Pauly, Siemens Real Estate Restaurant & Services, Frankfurt am Main, auf. Er präsentierte verschiedenste Ausgabeformen wie beispielsweise Marché- oder Shop-in-Shop-Konzepte. Bei aller Selbstkritik lieferte das Referat von Innenarchitektin Corinna Kretschmar, Joi-Design, Hamburg, einen angenehmen Kontrast. Sie betonte vor allem die positiven Möglichkeiten, die gestalterische Elemente bieten.
Mit wunderschönen Fallbeispielen machte sie auch bei den Planern Lust auf mehr Design. Im Gegenzug stellte der Schweizer Urs Jenny, Creative Gastro Conzept & Design, Hergiswill, seine Ansicht mit einem knappen Zitat dar: „Ich habe lieber etwas funktionierendes, als etwas das nur gut aussieht.“
Für Diskussionen sorgte der vielfach eingeschränkte Kompetenzbereich von Küchenplanern. Allzu häufig befinden gerade sie sich in direkter Konfrontation mit Architekten und Bauherren. Die eigene Planung selbstbewusst nach außen zu vertreten, lautete der Lösungsweg. „Der Fachplaner muss sein Know-how viel früher einbringen und so Verantwortlichkeiten abstecken“, forderte auch Günter Walz, Leiter der Gastronomie & Services der DaimlerChrysler AG in Stuttgart, während der abschließenden Podiumsdiskussion. Alfred Müller, Vorstandsvorsitzender des VdF, empfiehlt: „Wir müssen noch besser werden.“




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