Hamburg investiert kräftig in Schulkantinen

Die Stadt Hamburg will in den nächsten Jahren bis zu 100 Millionen Euro für den Bau von Schulkantinen bereitstellen. Das erklärte Schulsenator Ties Rabe (SPD) laut Welt Online beim Abschluss des Landesrahmenvertrags mit den Hortträgern.
Die Investition ist Teil der Ganztagesreform, nach der Jungen und Mädchen unabhängig von der Berufstätigkeit ihrer Eltern von 13 bis 16 Uhr kostenlos an den Grundschulen betreut werden sollen. Seit vergangenen Sommer beteiligen sich bereits 36 Schulen an dem Modell, die weiteren sollen bis auf wenige Ausnahmen im Sommer 2013 folgen. Ziel ist, dass bis Ende 2014 alle Hamburger Schulen die Nachmittagsbetreuung anbieten.

Allerdings verfügen erst 20 der 36 Pilotschulen über eine Kantine, die übrigen müssen sich für die Mittagsversorgung der Kinder mit Provisorien behelfen. Theoretisch wäre es möglich, bis zum Sommer mehr als 40 Grundschulen mit einer Kantine auszustatten. Dem ehrgeizigen Ziel stünden allerdings an zahlreichen Schulen bauliche oder technische Hemmnisse im Weg. Für den Bau der Schulkantinen ist die städtische Tochter Schulbau Hamburg verantwortlich. Sie wird die Räume für bis zu acht Millionen Euro pro Jahr an die Stadt vermieten. 

Eine weitere Nachbesserung kündigt der Hamburger Schulsenator bei der preislichen Gestaltung der Mittagessen an. Bislang kostete eine Mahlzeit zwischen 2,50 und 3,50 Euro. Künftig soll der Preis abhängig vom Einkommen der Eltern sozial gestaffelt werden. Entlastungen verspricht er damit vor allem für jene Familien, die nur über wenig mehr als den Hartz-IV-Satz verfügen.  

 


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