Helios Kliniken GmbH und verdi einigen sich auf Tarifvertrag

In Berlin haben die Helios Kliniken GmbH und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di im Zuge der Konzerntarifverhandlungen einen Vorschalttarifvertrag unterzeichnet, der die Umsetzung des neuen Arbeitszeitgesetzes bereits ab dem 1. Januar 2006 in den bundesweit 24 Helios-Kliniken ermöglicht. Mit dieser Einigung unterstreicht Helios bewusst die Bedeutung der Klinikberufe. Bereits ein Jahr vor Ablauf der von der Bundesregierung für die Deutschen Krankenhäuser gewährten Übergangsfrist zur Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes werden damit bei Helios Bereitschaftsdienste wie Arbeitszeit gewertet. Die Helios-Kliniken werden diese Regelung nun in für jeden Standort individuelle Arbeitszeitmodelle und Dienstpläne umsetzen. "Wir beweisen mit diesem Tarifabschluss, dass die von Mitarbeitern, Gewerkschaften und Ärzteverbänden geforderte Umsetzung des Arbeitszeitgesetztes auch in großen Klinikunternehmen schon jetzt möglich ist", so Dr. jur. Francesco De Meo, Geschäftsführer und Konzernarbeitsdirektor der Helios Kliniken GmbH.



Entgegen dem Trend in zumeist öffentlichen Krankenhäusern wird die durchschnittliche Regelarbeitszeit in den Helios-Kliniken nicht erhöht, sondern - bis zu einer künftigen Angleichung zwischen Ost und West - weiter auf 38,5 (West) bzw. 40 (Ost) Wochenstunden festgelegt. Wesentlicher Bestandteil des Tarifvertrages ist die Vereinbarung, dass die Mitarbeiter in Abhängigkeit von den Bereitschaftsdienststufen nun eine maximale durchschnittliche Arbeitszeit von 58 Wochenstunden leisten dürfen. Darüber hinaus sind unter bestimmten Voraussetzungen 24-Stunden-Dienste möglich. Die Einigung greift in diesen Punkten die Gestaltungsoptionen des Arbeitszeitgesetzes auf und ermöglicht so flexiblere Regelungen auf Klinikebene und damit Lösungsspielräume, die den Mitarbeitern und den Patienten der Helios-Kliniken zugute kommen.
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