Studentenwerk Halle

Höherer Mehrwert-Steuersatz für Gästeessen

Für Universitätsangestellte und Gäste wird das Mensa-Essen in Halle ab 1. Februar deutlich teurer. Nach einer Prüfung durch das Finanzamt im vergangenen November verlangt der Fiskus künftig die erhöhte Mehrwertsteuer von 19 statt 7 Prozent. Die Anordnung werde vom Landesfinanzministerium Sachsen-Anhalt mitgetragen.

Pro Essen müssen für Mitarbeiter und Gäste zwischen 40 und 60 Cent mehr zahlen. Die Preiserhöhung gilt für alle Mensen und Cafés in Halle, Merseburg, Köthen, Dessau und Bernburg. Um durchschnittlich 12 Prozent werden die Preise durchschnittlich steigen. „Das ist ein bundesweit einzigartiger Vorgang“, zitiert die „Mitteldeutsche Zeitung“ die Geschäftsführerin des Studentenwerks Lydia Hüskens: „Kein anderes Studentenwerk muss 19 Prozent Mehrwertsteuer zahlen“. Sie will deshalb gegen die Entscheidung gerichtlich vorgehen.
Im Monat nutzen durchschnittlich rund 20.000 Professoren, Universitätsangestellte und Gäste das Angebot von sieben Mensen und zwei Cafés. Durch die Preiserhöhungen befürchtet das Studentenwerk „empfindliche Einnahmeausfälle“ – besonders in den etwas abgelegenen Mensen.


Während Berthold Marquardt, Personalratsvorsitzender der Universität Halle, die Entscheidung aus Magdeburg als „Unding“ bezeichnet, wird sie vom Dehoga-Landesverband Sachsen-Anhalt als „ein Stück Steuergerechtigkeit“ begrüßt. Gastronomen müssten für jedes Essen immer 19 Prozent Mehrwertsteuer kalkulieren.

www.studentenwerk-halle.de





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