Dunkin' Donuts

Hoffnung für insolvente Filialen

Knapp zwei Wochen nach der Insolvenzanmeldung zweier Dunkin‘ Donuts-Franchisenehmer läuft der Betrieb der 32 betroffenen Filialen stabil. Der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger von der Kanzlei White & Case führt alle Standorte vollumfänglich fort und plant, die Unternehmen zu sanieren.

„Der Geschäftsbetrieb an den betroffenen Standorten hat sich schnell wieder normalisiert“, betonte Schulte-Kaubrügger. Der vorläufige Insolvenzverwalter hatte in den Tagen nach der Insolvenzanmeldung Gespräche mit den Partnern und Lieferanten der Unternehmen mit Standorten in Berlin, Leipzig und Nordrhein-Westfalen geführt. Sie alle unterstützen den Sanierungskurs und arbeiten weiter mit den Unternehmen zusammen.

„Erfreulich ist auch, dass die Umsätze stabil sind und im Plan liegen, gerade auch an den Bahnhofsstandorten. Ein großes Kompliment gebührt den Mitarbeitern, die mit ihrem großen Engagement maßgeblich dazu beitragen.“ Nachdem der Geschäftsbetrieb stabilisiert ist, bereitet Schulte-Kaubrügger derzeit einen strukturierten Investorenprozess vor. Dabei werden potenzielle Interessenten für eine Übernahme gezielt recherchiert und angesprochen.

Eine Reihe von Interessenten hat sich bereits von sich aus gemeldet. „Die zahlreichen Anfragen potenzieller Investoren zeigen, dass die Marke und das Geschäftsmodell attraktiv sind“, so der vorläufige Insolvenzverwalter. „Das sind gute Voraussetzungen für eine Investorenlösung.“ Parallel dazu wird auch die Möglichkeit eines Insolvenzplans geprüft, d.h. einer Art Vergleich mit den Gläubigern. Unterstützung für den Sanierungskurs kommt auch von der Dachmarke aus den USA.

Unterstützung aus den USA

So erklärte John Varughese, Vice President, Dunkin’ Brands International: „Wir unterstützen den Franchisenehmer, um diese Situation zu bewältigen und arbeiten eng mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter zusammen. Wir sehen für die Marke weiterhin enorme Wachstumschancen sowohl in Berlin, Leipzig und Nordrhein-Westfalen als auch in Deutschland. Unsere Kunden können sich darauf verlassen: Dunkin‘ Donuts hält an Deutschland fest.“

Die beiden Dunkin‘ Donuts-Franchisenehmer Will Coffee GmbH und S&C International GmbH hatten am 31. Juli Insolvenzantrag gestellt. Die Will Coffee GmbH beschäftigt in Nordrhein-Westfalen 67 Mitarbeiter in 10 Filialen sowie einem Produktionsstandort. Die S&C International GmbH mit insgesamt 196 Mitarbeitern betreibt einen Produktionsstandort und 20 Filialen in Berlin sowie zwei Filialen in Leipzig. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind bis Ende September über das Insolvenzgeld gesichert. 

www.dunkin-donuts.de

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