Hotelbranche dauerhaft attraktiv

Das Hotelbewerbe steht vor dem immer größer werdenden Problem, talentierte Fachschul-Absolventen zu finden und zu behalten - sogar auf dem schwierigen Arbeitsmarkt von heute. Beispielsweise kann man davon ausgehen, dass nur etwa gut die Hälfte der Absolventen führender Hotelfachschulen im Hotelgewerbe bleiben, und der Rest kehrt dem Hotelfach innerhalb der ersten 5 Jahre nach dem Diplom den Rücken. Strategien, um diesem Trend entgegenzuwirken, waren das Schwerpunktthema einer Konferenz des internationalen Hotelgewerbes, die Ende Mai in der Ecole hôtelière de Lausanne (EHL - Fachhochschule für Hotel Management von Lausanne) stattfand. An der Konferenz nahmen etwa 200 junge Ehemalige, angehende Absolventen und Mitglieder der Fakultät teil, die in einer Reihe von Workshop-Veranstaltungen mit Vertretern führender Hotelfachorganisationen (wie General Managern, Personalwerbern und auf Konzernebene tätigen Personalchefs)zusammentrafen. Während der Konferenz bekannten sich die Absolventen zu drei wichtigen Schritten: Der erste Schritt besteht darin, noch vor der Zusage für eine bestimmte Stelle möglichst viel über die wirklichen Arbeitsbedingungen in einem Hotellerieunternehmen und in einem bestimmten Team herauszufinden. Der zweite Schritt heißt für die Absolventen, sich und ihre Kompetenzen besser einschätzen zu lernen, und zwar insbesondere anhand zentraler persönlicher Eigenschaften, die von den Veranstaltungsteilnehmern einvernehmlich für die wichtigsten Eigenschaften in einer Managementposition in dieser Branche gehalten werden: persönliche Motivation, Anpassungsfähigkeit, Flexibilität und zwischenmenschliche Sensibilität. Und der dritte Schritt besteht für die Absolventen darin, sich besser zu verkaufen. Die Arbeitgeber bekannten sich ebenfalls zu 3 Schritten: Erstens besser zu vermitteln, wie die Arbeit in einem bestimmten Team konkret aussieht. Zweitens, bei den tatsächlichen Erfolgen der Unternehmenspolitik zur Verbesserung der Zufriedenheit, Motivation und Bindung von Mitarbeitern mehr Transparenz zu zeigen. Und drittens darzulegen, inwieweit zentrale Unternehmenswerte die Beziehung der Mitarbeiter untereinander beeinflussen. www.ehl.ch



stats