Hotelkonzerne verkaufen ihre Immobilien

Die britische InterContinental Hotels Group, verkauft 73 Hotels an eine Gruppe von Immobilieninvestoren und wird künftig nur noch als Betreiber in Erscheinung treten. Die Verkaufssumme der 73 Immobilien beläuft sich auf 1 Mrd. Pfund (1,43 Mrd. Euro). Käufer ist ein Konsortium, das von der Immobilientochter der US-Investmentbank Lehman Brothers geführt wird. InterContinental will die Einnahmen aus dem Verkauf an die Aktionäre ausschütten Nach Bekanntgabe des bevorstehenden Verkaufs kletterten die Aktien der britischen Hotelgruppe gleich um 1,7 Prozent auf 676 Pence.



Mit dem Verkauf folge InterContinental dem allgemeinen Trend, Hotelbetrieb und -immobilien immer stärker zu trennen, erklärte Stephan Gerhard vom Münchner Beratungsunternehmen Treugast gegenüber der Financial Times Deutschland (FTD) in der Wochenendausgabe vom 11./12./13. März 2005. So setzten auch die internationalen Hotelkonzerne Marriott International und Accor immer mehr auf diese Strategie. Die französische Gruppe Accor plant, Hotels im Wert von 400 Mio. Euro zu veräußern, um mit den Mitteln die Expansion zu finanzieren.



Bereits im vergangenen Jahr hatte die InterContinental Hotels Group 121 Immobilien für 1,75 Mrd. Pfund verkauft. Das Resultat: Die Managementgebühren, die InterConti von den neuen Eigentümern verlagt, machen mittlerweile rund die Hälfte der Einnahmen der Gruppe aus, so die FTD.



Die Strategie der Konzerne, ihre Immobilien zu veräußern, stößt bei Investoren auf großes Interesse: Die Konjunktur im Reisemarkt ist wieder deutlich gestiegen.
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