Schulessen

In Traunstein sollen Berater bei der Entscheidung helfen

In der oberbayerischen Kreisstadt Traunstein schlägt das Thema Schulessen hohe Wellen im Stadtrat. Weil man bei der Neuausschreibung zum Schuljahr 2018/2019 nichts falsch machen will, soll ein Beratungs-unternehmen eingeschaltet werden.

Mit 13 zu 10 Stimmen entschied sich der Traunsteiner Stadtrat für die Beauftragung eines Beratungsunternehmens. Dieses soll einen Qualitätsstandard für die Mittagsverpflegung der Kinder entwickeln, berichtet das „Traunsteiner Tagblatt“ in seinem Online-Nachrichtendienst.

Professionelle Beratung oder Stadtverordneten-Arbeitsgruppe?

Kalkuliert werden dafür Kosten zwischen 4.000 und 10.000 Euro. „Unnötig“, kritisieren einige Stadtverordneten die Entscheidung und schlugen die Gründung einer Arbeitsgruppe vor.

Zum Hintergrund: Anfang 2016 hatte man nach einer europaweiten Ausschreibung  den Malteser-Hilfsdienst mit der Versorgung von sieben Schulen und Kitas in Traunstein beauftragt. Mit den Tiefkühl-Menüs des Lieferpartners Hofmann Menü aus dem 400 km entfernten Boxberg in Baden Württemberg bot er das billigste Angebot. Darüber hinaus erfüllte diese Konstellation die Bedingung nach der Verarbeitung regionaler Produkte – wenn auch nicht aus Oberbayern so doch immerhin aus Baden-Württemberg.

Die bundesweite Häme, die dieser Entscheidung folgte, hat in Traunstein Spuren hinterlassen. Jetzt würde man es am liebsten allen recht machen.


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